Zurück zur Startseite
Zurück zur Startseite
Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2008-09> Soziales> "Klicksalat"
Barrierefreie Version ladenStandardeinstellungen für Links verwendenDruckansichtDiese Seite empfehlen

"Klicksalat" Sicherheits-Training für Eltern, Lehrer und Schüler - 13. und 14.03.2009

Schüler und Erwachsene informierten sich über Gefahren der Neuen Medien

Auf Initiative des Elternbeirats der Siegmund-Loewe-Schule fand - in Zusammenarbeit mit der Maximilian-Von-Welsch-Schule - am 13. und 14.04.2009 an den beiden Kronacher Realschulen ein Schüler-, Lehrer-und Eltern-Sicherheitstraining zum richtigen Umgang mit Internet, PC und Handy statt.

Während Medienpädagoge Jörg Kabierske von der Organisation „Klicksalat" bereits die Erwachsenen bei einem gut besuchten Elternabend an der RS II für die gravierendsten Risiken der Neuen Medien sensibilisiert hatte, gab dieser auch den Schülern während des Vormittags-Unterrichts wertvolle Informationen, Tipps sowie Tricks zur sinnvollen und risikofreien Nutzung von Internet und Co. Detailliert ging er auf die immensen Gefahren und dunklen Seiten des World Wide Webs ein.

Der Dank vom Rektor der Siegmund-Loewe-Schule Heinz Zech galt neben dem Referenten insbesondere dem engagierten Elternbeirat seiner Einrichtung, der - unter Vorsitz von Sabine Wank - das so notwendige Sicherheitstraining ermöglicht habe.

Jörg Kabierske, der - als früherer Personalleiter in der IT-Branche - über fundierte Kenntnisse im Medienbereich verfügt, fand von Anfang an einen guten Zugang zu den Schülern, die er immer wieder in seine Ausführungen mit einbezog. So schnellten schon bei seiner ersten Frage, wer denn täglich das Internet nutze, nahezu alle Finger hoch. Wie die meisten von ihnen zugaben, verbrächten sie täglich fünf Stunden und mehr am PC. Während sie sich in technischen Dingen gut informiert zeigten, verfügten sie jedoch bezüglich der Gefahren und Risiken des World Wide Webs über deutlich unzureichende Kenntnisse. Bei einigen Sicherheitswarnungen des Referenten über ausgeklügelte Strategien von Kriminellen und Missbrauchern im Internet war daher des öfteren ungläubiges Raunen zu vernehmen. Auch dass es keinerlei Anonymität im Internet gebe und sämtliche eingepflegte Daten öffentlich gemacht werden könnten, erstaunte viele. Wie der Pädagoge ausführte, informierten sich heutzutage fast alle Arbeitgeber über Bewerber, deren Lebenslauf sie im World Wide Web nachverfolgen bzw. überprüfen könnten. Dass dabei irgendwelche „Sauf- oder andere Halbstarkenfotos" bzw. einige unüberlegte Äußerungen nicht gerade von Vorteil seien, verstände sich von selbst. Ebenso schien niemand der Jugendlichen die Geschäftsbedingungen des - von ihnen täglich benutzten - ICQ-Programms gelesen zu haben, womit sie einer Überwachung, Speicherung ihrer Chats sowie Weitergabe an Dritte zugestimmt hätten. Erschwerend komme hinzu, dass es sich bei dem Anbieter um eine amerikanische Firma handele, die nicht dem deutschen Bundesdatenschutz verpflichtet sei und daher nicht verklagt werden könne. Ein einmal bestehendes ICQ-Konto zu löschen sei kaum möglich. Ausdrücklich wies er auch auf Datenklau im Internet sowie die Verletzung bestimmter Urheberrechte hin. Keinesfalls dürften diesbezüglich geschützte Daten hochgeladen werden, wobei - bei Zuwiderhandlung - mit immensen Schadenersatzforderungen zu rechnen sei. Natürlich wiesen die Neuen Medien durchaus viele positive Seiten auf, so dass diese heutzutage sicherlich unverzichtbar und - bei angemessenen Gebrauch - für die Entwicklung förderlich seien. Dennoch dürften nicht die dunklen Seiten - wie Kontaktaufnahme durch Fremde, Rechtsradikalismus, Cybermobbing, sexueller Missbrauch, Gewaltverherrlichung, Abkassiermodelle, Produktpiraterie und vieles mehr - verheimlicht werden.

Für eine altersgemäße Vermittlung der Themen erfolgten die jeweils zweistündigen Sicherheitstrainings nach Jahrgangsstufen getrennt. Während die Schüler der Unter- und Mittelstufe eher für die Risiken des Datenmissbrauchs sensibilisiert wurden, standen bei den Neunt- und Zehntklässlern verstärkt die Kostenfallen im Fokus.

Barrierefreie Version ladenStandardeinstellungen für Links verwendenDruckansichtDiese Seite empfehlen