Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2009-10> Kunst> 02.+03.02.10 Kunsttage der 6. Klassen im Struwwelpeter
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Kunst mit allen Sinnen erlebbar

Der Jugend- und Kulturtreff „Struwwelpeter" verwandelte sich am 02. + 03.02.2010 in ein kleines Künstleratelier. Im Rahmen zweier Kunsttage ließen dort die Schüler und Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe der RS II ihrer Kreativität freien Lauf.

Einen ganzen Schultag künstlerisch tätig werden - das durften am Dienstag die Klassen 6 a und 6 d sowie am Mittwoch ihre Parallelklassen 6 b und 6 c. Ausgiebig wurde dabei mit Farben gespielt, gewerkelt, experimentiert, geklebt, verschiedene Maltechniken ausprobiert sowie eigene Ideen entwickelt und auf Papier oder Leinwand gebracht. Eindrucksvoll vermittelte das - heuer bereits zum fünften Male in Folge stattfindende - schulische Angebot der RS II, dass Kunst weit mehr als „nur" Zeichnen und Malen ist, sondern Kreativität mit allen Sinnen. Gleichzeitig sollte damit den Sechstklässlern eine Entscheidungshilfe für die Wahl ihres Schulzweigs ab der siebten Jahrgangsstufe gegeben werden. Neben dem mathematischen, kaufmännischen oder französischen, kann an der RS II - als eine von insgesamt nur drei Schulen in ganz Oberfranken - auch der künstlerische Zweig gewählt werden. Wie vielfältig, kurzweilig und abwechslungsreich die Ausbildung in Kunst sein kann, belegten die insgesamt vier Workshops, bei denen die Jungen und Mädchen mit viel Eifer und Geschick und noch mehr Spaß bei der Sache waren. Aber auch für jedes andere zukünftige Berufsfeld spielt Gestaltungsvermögen eine wichtige Rolle, da kreatives Arbeiten zudem Teamgeist, Denken in Zusammenhängen und Flexibilität verlangt.

Nach der Begrüßung seitens des „Struwwelpeters"-Teams wurden die angehenden Künstler in vier Gruppen aufgeteilt, die alle Angebote zeitverschoben durchliefen. Für den Workshop „Bauen von Gestellen für ein Kunstprojekt im Mai" zeichnete sich die Lehrkraft Maria Kotschenreuther verantwortlich. Dabei fertigten die Kinder Kreuzgestelle aus Holzlatten, die vom Sägewerk Müller-Gei aus Wallenfels gespendet worden waren. Alte Oberbekleidung, die von zuhause mitgebracht worden war, wurde mit Stroh ausgestopft. Diese Körper wurden mit den - in der Gruppe „Gestalten eines Erdbeerkopfes für eine Kunstfigur" hergestellten - Köpfen versehen. Hierfür gestalteten die Teilnehmer - unter Anleitung ihrer Lehrerin Christiane Beisel - vorgefertigte Pappmascheeköpfe als Erdbeeren. Aus Stoff- oder Wollresten erhielten diese ihre „Haare". Im Frühjahr werden die Gestelle im Rahmen eines Kunstprojektes vom Erdbeerfeld Bayer bis hin in die Obere Stadt ausgestellt.

Unter dem mysteriösen Titel „Malen von Langeweile fressenden Mompitzen" stand der Workshop von Anja Betz. Mit Bunt- und Wachsmalstiften oder Filzschreibern entstanden dabei geheimnisvolle Wesen, die aber allesamt einen eher freundlich gesinnten Eindruck machten. Die Ergebnisse verbleiben als Gemeinschaftsarbeit in der Schule. Richtige Kunstwerke entstanden auch in der Gruppe der Fachschaftsvorsitzenden für Kunsterziehung Arnhild Schlingschröder „Malen von Aquarellen auf Leinwand". Anhand einiger Muster durfte das Lieblingsmotiv ausgewählt und umgesetzt werden. Zu bewundern gab es dabei tolle Malereien wie hübsche Blumen oder Landschaftsmotive. Die zauberhaften Bilder durften die Kinder mit nach Hause nehmen, wo sie bestimmt einen Ehrenplatz finden werden.

Während einer kreativen Pause waren die jungen Gäste zu einer Hausbesichtigung eingeladen, bei der sie unter anderem auch die - während der Kunsttage 2009 - künstlerisch gestalteten Wände der Billard- und Kickerräume bestaunten. Manche der Kinder waren schon zuvor einmal in den Räumlichkeiten des „Struwwelpeters" gewesen; den „Neuzugängen" wurden eventuell vorhandene „Berührungsängste" schnell genommen. So erfuhren diese, dass es hier tolle musikalische, sportliche und sogar kulinarische Angebote - wie das Schüleressen zweimal die Woche für nur 2,50 Euro - speziell für Junge gibt. Es gefiel ihnen auch, dass man sich jederzeit im Café treffen kann, ohne etwas bestellen zu müssen, und man sogar Speisen und Getränke mitbringen darf. Nach dem anstrengenden Kunsttag wurde natürlich gleich das leckere Schülermittagessen getestet, das sie - zusammen mit einem weiteren Essensgutschein - für einen kleinen Obulus erhielten.

 

Impressionen vom Struwwelpeter
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