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7. Klassen im Skilager in Österreich

unser Hotel Angerhof

Am Sonntag, den 12.Februar 2006 bin ich mit den anderen 111 Schülern der 7. Jahrgangsstufe für sechs Tage in das Skigebiet Wildschönau-Oberau in Österreich/ Tirol gefahren.

Insgesamt elf Betreuer, darunter sieben unserer Lehrkräfte, machten sich mit uns auf die fünfstündige Busfahrt in die Alpen. Als wir ca. 13:30 Uhr in unserem Jugendhotel „Angerhof" in Oberau ankamen, wurden wir freundlich begrüßt und in unsere Zimmer eingeteilt. Das Schleppen der Koffer die Treppen hinauf, war der erste Härtetest und so waren alle erleichtert, als jeder sein Zimmer gefunden und inspiziert hatte. Kurz darauf gab es eine kleine Mahlzeit. Als wir fertig waren, bekamen wir noch eine kurze Ansage, wie der erste Skitag noch weitergehen wird und zehn Minuten später wurden wir auf unsere Zimmer entlassen.

erste Versuche auf Skiern

Am späten Nachmittag wuchs die Vorfreude auf die anstehende Piste ( Das war eigentlich gar keine „Piste", eher ein kleiner Übungshang.) An diesem Tag konnten nur diejenigen Ski fahren, die eine eigene Ausrüstung mit hatten, die anderen fuhren zum Ausleihen nach Oberau und konnten erst am folgenden Tag zum Skifahren.
Ausgerüstet mit Skiern, Stöcken, Skischuhen, Sonnen- oder Skibrille, Skihose, Jacke, Mütze und Handschuhen machten wir uns auf den Weg durch eine schneebedeckte Wiese, auf der wir nacheinander umkippten, weil man bekanntlich im tiefen Pulverschnee mit Skischuhen schlecht laufen kann. Entrüstet starrten wir auf einen Wiesenhang, rechts ein kleiner Seillift
(ein einfaches Seil, das elektrisch nach oben gezogen wurde, an dem man schlecht Halt hatte und immer nach hinten rutschte). Bis uns die Lehrer erklärten, dass wir erst einmal 25 bis 35 Meter im Treppenschritt nach oben sollten (die Piste musste erst fest getrampelt werden), um fahren zu können. Also ging es Schritt für Schritt, Meter für Meter im Schneckentempo nach oben. Dann mussten wir feststellen, dass diese Piste zur Beurteilung unseres Könnens und zur Gruppeneinteilung welche von den Lehrern gemacht wurden, gar nicht einmal so übel war. Die Lehrkräfte teilten dort in drei Gruppen von Skifahrern ein: Fortgeschrittene 1 = Profis, Fortgeschrittene 2 = Mittel und Fortgeschrittene 3 =diejenigen, die bis dahin noch nicht „so viel Übung" hatten. Erste Luftchaoten stellten sich schon nach 10 Minuten heraus, die die Anderen mit sich „in die Tiefe „ rissen. Später wurden noch drei Anfängergruppen gebildet. Weiterhin gab es eine Snowboardergruppe und Langläufer. Wir blieben bis zum Abend auf der Wiese, nur, dass wir die restlichen Male nicht hoch treten mussten, sondern den Lift benutzten.
Von den Zimmerfenstern aus hatten wir super Sicht auf die Alpen. In jedem Zimmer gab es ein Bad, 4 bis 8 Betten Schränke, ein Fenster und eine große Balkontür (Nicht jedes Zimmer hatte einen eigenen Balkon, immer drei Zimmer teilten sich einen.)
Gegen 19 Uhr gab es immer das Abendessen. Bis zur Nachtruhe um 22 Uhr blieb uns Zeit für die verschiedensten Aktivitäten.

Am nächsten Tag wurden wir 7:30 Uhr geweckt. Man hatte eine halbe Stunde Zeit, um sich bis zum Frühstück fertig zu machen. Es gab ein Buffet, so dass sich jeder nehmen konnte was er wollte. Ca. 20 Minuten später wurden wir auf unsere Zimmer geschickt, um uns für den Pisteneinsatz auszurüsten. Mit unseren Skiern auf den Schultern liefen wir den Weg zur Hauptstraße hinunter, um uns später von unserem eigenen Busfahrer, den Ronny, zur richtigen Alpenpiste fahren zu lassen.
Weil ich noch nicht lange Ski fahre, blieb mir beim ersten Anblick der Piste fast das Herz stehen. Da sollte ich runterfahren??? Spürbar aufgeregt fuhren wir mit der Gondel knappe 15 Minuten mach oben. Bald waren wir an der Endstation. An diesem Montag war es warm und die Sonne schien. Unsere Gruppe (Fortgeschrittene 3) bestand zuerst aus 10 Schülern, am Ende des Skikurses waren es 14 Mitglieder, weil die Skigruppen am ersten Tag noch leicht verändert wurden. Unser Skikursleiter war Herr Wirt, der vor der ersten Abfahrt Streckübungen machte. Als wir endlich direkt an der Piste angelangt waren, bekamen wir noch einige Infos zu den Pistenverhältnissen. Die Spannung stieg, unsere erste Abfahrt begann und natürlich gab es auch gleich die ersten Stürze. Diese erste Fahrt zum nächsten Sessellift kam uns wie eine Ewigkeit vor und als wir unten angelangt waren, hatte ich einige Probleme, in den Sessellift zu kommen. Aber schon beim zweiten Anlauf gelang es allen problemlos.
Mittagspause machten alle Gruppen an der Mittelstation, hier konnten wir jeden Tag zwischen vier verschiedenen warmen Essen wählen. Nach ca. einer Stunde ging es dann weiter. Später haben zwei Schüler den Anschluss an unsere Gruppe verloren. Nach 10 Minuten Wartezeit mussten wir doch weiterfahren, die beiden fanden zum Glück Anschluss bei einer anderen Skigruppe und fuhren mit dieser ins Tal. Als unsere Gruppe im Tal wieder komplett war, ließen wir uns von Ronny ins Hotel fahren. Mit viel mehr Wissen über Skifahrtechniken und einer gewissen Zufriedenheit was wir schon alles können, beendeten wir den ersten Tag in der Wildschönau.
Jeden Abend duften wir in die Gemeinschaftsräume im Keller, dort gab es einen Kicker, zwei Billardtische und drei Tischtennisplatten. In Turnieren wurden die besten Spieler ermittelt.
Am Dienstagmorgen ging es gleich nach dem Frühstück wieder auf die Piste: Skifahren! Postkartenwetter, genau wie am Montag und zum ersten Mal fuhren wir eine schwarze Piste!!! Das hätte ich mir zuvor nie zugetraut, aber plötzlich hatte ich viel mehr Sicherheit als am Montag. Zwar veranstaltete jemand aus unserer Gruppe eine „Rutschpartie" die ganze schwarze Piste hinunter, aber sonst gab es keine größeren Probleme. Die letzten beiden Tage Ski fahren vergingen viel zu schnell, nur, dass wir nicht mehr so schönes Wetter hatten als an den anderen Tage. Mittwoch war es stürmisch und bedeckt und am Donnerstag mussten wir statt 16:30 Uhr schon 15:00 Uhr den Skitag beenden, weil man wegen des dichten Nebel in den Alpen keine Sicht mehr hatte. Trotzdem war es wirklich schön.
Mittwochabend gingen die Turniere weiter ( Kicker, Billard, Vier gewinnt, Tischtennis und Bierkopf ) und wir schrieben einen kleinen Test über richtigen Verhalten auf der Piste.
Dann war auch schon der Donnerstagabend erreicht. Kofferpacken war angesagt! Nach dem Abendessen stand der „Bunte Abend" auf dem Programm. Mit Betrachten der Fotos, die während der Woche von uns gemacht worden waren, den Preisverleihungen zu den Turnieren und eigenen Sketchen, verging der letzte Abend viel zu schnell. Am Freitagmorgen wurden wir bereits 7:00 Uhr geweckt, um unsere Zimmer so verlassen, wie wir sie am Sonntag betreten hatten. Nach dem Frühstück wurden die Koffer in die Busse verladen und bald ging es schon wieder heim nach Deutschland. Die fünfstündige Reise vertrieben wir uns mit Bierkopf spielen, schlafen oder erzählen. Ca. 14:00 Uhr kamen wir in Kronach am Schulzentrum an und wurden von Eltern und Geschwistern bereits erwartet. Ich fand das Skilager 2006 echt super, weil ich viel dazugelernt habe und in diesen Tagen sehr viel Spaß hatte!!!

Theresa Kotschenreuther 7C

der Star der Woche: unser Busfahrer Ronny
ein akustischer Höhepunkt beim Abschlussabend
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