 Helfer sind VorbilderAktionstag Die Malteser Schulsanitäter der Siegmund-Loewe-Schule zeigten am Donnerstag zur "Woche der Nachhaltigkeit und Gesundheit", was sie können.Eine Person liegt regungslos am Boden. Tobias und Pascal eilen zu Hilfe. Sie knien sich dicht neben den Bewusstlosen, sprechen ihn an, rütteln ihn und überprüfen die Atmung. Sie hat ausgesetzt. Die beiden Jugendlichen wissen sofort, was zu tun ist. Tobias beginnt mit der Herzdruckmassage. Pascal schließt den Mann derweil an einen Defibrillator an ...
Glücklicherweise handelt es sich bei der verletzten Person nur um eine Puppe. Doch auch im Ernstfall wären zwei kompetente Helfer zur Stelle, nämlich die beiden ausgebildeten Rettungssanitäter der Realschule II, Tobias Grünbeck und Pascal Förtsch. Sie wissen, dass das gezeigte Szenario jede Minute bittere Realität werden kann. Und ein Herzstillstand führe immer zu Atemstillstand und Bewusstlosigkeit, erklären sie. "Gerade die ersten Minuten sind oft entscheidend für den Erfolg einer Hilfeleistung. Die Überbrückung dieser wichtigen Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder auch einfache Versorgungen sind die Aufgabe eines Schulsanitätsdienstes." Im vierten Jahr dabei Pascal ist bereits im vierten Jahr Mitglied bei den Schulsanitätern. "Man kann ab der siebten Klasse mitmachen. Seit dieser Zeit bin ich dabei. Mir geht es darum, anderen Menschen helfen zu können. Ob in der Schule oder Freizeit, es ist immer gut, wenn man weiß, was zu tun ist", sagt der 16-Jährige. Wichtig ist es seiner Meinung nach, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. "Auch nach der Grundausbildung kommen wir immer noch zu Fortbildungen zusammen, wie kürzlich, als es um die Patientenbetreuung ging. Das war sehr interessant", berichtet er. Nicht zuletzt mache ihm die Arbeit als Schulsanitäter auch viel Spaß. Er fühle sich in der Gruppe sehr wohl. Ähnlich sieht es der ein Jahr ältere Tobias, der seit zwei Jahren dabei ist. "Der Dienst von Schulsanitätern ist wichtig. Ich finde diese Einrichtung an unserer Schule gut. Die Schulsanitäter leisten zu festen Zeiten - wie beispielsweise den Pausen, an Wandertagen oder beim Sportfest - Dienst", erklärt er. Tobias und Pascal haben glücklicherweise noch keinen schlimmen Notfall bewältigen müssen. Sie wissen aber: "Wir sind aber auf jeden Fall vorbereitet, können helfen und die Zeit überbrücken bis der Rettungsdienst kommt. Und da zählt wirklich jede Sekunde." Schulsanitätsdienst Seit acht Jahren übernehmen an der RS II engagierte Schülerinnen und Schüler den Schulsanitätsdienst. Die Ausbildung der derzeit 21 teilnehmenden Jugendlichen liegt in der Hand von Fachlehrerin Claudia Simon, die schon seit sehr vielen Jahren eng mit dem Malteser Hilfsdienst zusammenarbeitet. Ihren Worten nach steht bei den Schulsanitätern aber nicht nur die Erste Hilfe im Vordergrund. "Sie sind auch Vorbild und gutes Beispiel in Sachen Sozialkompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zu einem sicheren, zivilcouragierten und von Verantwortungsbewusstsein geprägten Schulklima", stellt Lehrerin Claudia Simon fest. Artikel im Fränkischen Tag vom 21.10.2011 v. Heike Schülein  |  |