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Fantasievoll, frisch, abwechslungsreich - und das alles auf hohem Niveau: Die beiden "Bunten Abende" der Siegmund-Loewe-Schule am 24. und 25. April 2013 machten ihrem Namen alle Ehre

"Bunte Abende" im wahrsten Sinne des Wortes bescherten die Realschüler auch heuer den zahlreichen Besuchern im Kreiskulturraum. Es wurden zwei kurzweilige und unterhaltsame Abende mit liebevoll gestalteten Kostümen, wunderbaren musikalischen Beiträgen, begeisternden Tänzen, einer witzigen Theateraufführung, tollen schauspielerischen Leistungen und jeder Menge Fantasie - kurzum: Ein Programm, an dem die Zusachauer ihre helle Freude hatten.

Rektor Uwe Schönfeld freute sich in seiner Begrüßung über zweimal "volles Haus" und die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste.

Preiswürdige Leistung

Der Leiter der Schulspielgruppe, Thomas Hauptmann, hatte bereits im vergangenen Jahr einen "Oscar" erhalten. Für die diesjährige Vorstellung hätte er die funkelnde Figur erneut verdient - und zwar gleich doppelt: in den Kategorien Drehbuch und Regie. Die Weltwirtschaftskrise 1929 als lustiges Theaterstück umzusetzen, darauf muss man erst einmal kommen!

Gespickt mit skurrilen Einfällen und jeder Menge witzigen Gags schickte Hauptmann seine junge Schauspielriege unter dem vielsagenden Titel "Manche mögens`s heiß" in das bekannte - bereits in vielen Filmen und durch die Musik verewigte - Pariser Vergnügungsviertel "Kodalle", der "großen Mausefalle mitten in Paris". Hier tummelten sich Ganoven und Gangster ebenso wie Stars und Sternchen. Das Glücksspiel floriert, und der Alkohol fließt in Strömen.

Gute Darsteller

Einen Preis verdient hätten sich aber auch die Darsteller. Wer braucht schon einen Marlon Brando als Al Capone? Die Realschule hat schließlich einen Jens Kodalle - und dazu noch tolle Nachwuchsdarsteller, die mit ihrer ansteckenden Spielfreude und viel Charme das Publikum schier zum Ausflippen brachten. Ein Lob verdienste sich Janin Langner, die am Donnerstag kurzfristig für den erkrankten "Kommissar" einsprang und - mit dem Textmanuskript in der Hand - schließlich den Umweltboss diengfest machte. Aber auch bei vielen weiteren Beiträgen konnte sich das Publikum kaum noch im Zaun halten. Ein Höhepunkt reihte sich an den anderen, ein ums andere Mal wuchsen die "jungen Helden" über sich hinaus - und das vor großem Publikum. Allen Respekt!

Fetzige Musik

Mit farbenfrohen Kostümen, fetziger Musik und vielfältigen Tanzdarbietungen zogen die Tanzgruppe der Klassen 7/9 sowie die Tanz- und Turngruppe ihr Publikum in den Bann. Der Reigen erstreckte sich nahezu über die ganze musikalische Bandbreite. Es war eine echte Freude, den Musikern der Bläserklasse 5b und 6b zuzuhören und ihre Freude an der Blasmusik mitzuerleben. Dem Bläserensemble merkte man seine Routine und Selbstsicherheit deutlich an. Es meisterte seine Stücke auf sehr hohem Niveau und erhielt begeisterten Applaus.

Ein Traum waren die Gesangsbeiträge. Der Schulchor präsentierte sich harmonisch, dynamisch und kraftvoll. Die Solisten waren eine Klasse für sich. Annalena Wunder bezauberte mit ihrer sehr einfülsam gesungenen Interpretation von "Killing me softly". Christin Hader wagte sich mutig an den Tophit "People help the people" und beeindruckte mit kraftvoller Stimme voller Emotion ebenso wie das Duo Tatjana Weber und Lisa Graf mit "Break away". Absoluter Gänsehautfaktor!

Und dann waren da nochdie Jungs - Sebastian Schneider und Philipp Stahlmann, die wohl die Herzen aller weiblichen Gäste gebrochen haben dürften. "Wie soll ein Mensch das ertragen" sang Sebastian mit ganz zarter sowie gleichzeitig enorm ausdrucksvoller Stimme, und das Publikum hatte Tränen in den Augen - etwas fürs Herz, ohne Kitsch, einfach nur wunderschön! Philipp rockte mächtig zu "Cry just a little". Beide sah man in der Schulband wieder, die zu bereits fortgeschrittener Stunde den Kreiskulturraum noch einmal gewaltig zum Beben brachte.

hs

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