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Ein Loblied auf die Heimat und die Kronacher Realschule

Janine Hofmann und Matthias Maier, zwei "Eigengewächse" der Siegmund-Loewe-Realschule, statteten am Mittwochabend ihrer ehemaligen "Wirkungsstätte" einen Besuch ab. Janine Hofmann ist Fachwirtin für Gesundheitswesen im Reha-Zentrum Bad Steben; Matthias Maier Abteilungsleiter Werkzeugbau bei der Firma Scholz in Gundelsdorf. Beide haben sehr erfolgreich ihren Weg gemacht in ganz unterschiedlichen Bereichen, und beide halten der Heimat die Treue.

"Ich wollte in der Region bleiben, weil ich ein heimatverbundener Mensch bin", bekundete Matthias Maier (34), der zunächst einen Ausbildungsplatz als Werkzeugmechaniker bei der Firma Siemens in Redwitz erhielt. Die Zusage war gekoppelt an das Bestehen der Mittleren Reife. "Das hat bei mir im letzten Schuljahr einen Schalter umgelegt", blickte er zurück. Nach seinem erfolgreichen Abschluss absolvierte er ab 2001 seine dreieinhalbjährige Lehre, die ihm viel Spaß gemacht habe. Hochmotiviert schloss er sich sogar in der Freizeit einer privaten Lerngruppe als Vorbereitung auf die Abschlussprüfung an. "Zwei von uns gehörten dann auch zu den Besten im Landkreis", erklärte Maier, der danach als Facharbeiter in der Firma weiter arbeitete. Nach deren Übernahme durch "Heuschrecken" aus USA wollte er einen Wechsel.

Er stieß dabei auf die Firma Scholz, die einen sehr guten Ruf hatte, und wurde dort als Facharbeiter eingestellt. "Das war erst einmal ein Schritt zurück, da ich bei Siemens Schichtführer war", betonte er. Nach einiger Zeit Berufserfahrung machte er seinen Meister und studierte drei Jahre lang - neben seiner 40-Stunden-Woche - bei der IHK Bayreuth. Als Industriemeister ist er seit nunmehr drei Jahren Abteilungsleiter Werkzeugbau und hat 20 Facharbeiter im Alter zwischen 20 und 58 Jahren sowie drei Azubis unter sich.

Janine Hofmann absolvierte nach ihrer Mittleren Reife eine Ausbildung als Medizinische Fachangestellte. Weil ihr der Beruf dann jedoch "langweilig" geworden sei, machte sie ihren Fachwirt Gesundheitswesen und studierte hierfür zwei Jahre neben ihrem Beruf. Später ließ sie Qualitätsmanagement in dieser Fachrichtung als weiteres Studium folgen. Als Fachwirtin ist sie nunmehr am Reha-Zentrum Bad Steben - Klinik Franken der deutschen Rentenversicherung Bund - für die komplette Organisation tätig und auch Chefsekretärin der Klinik. "Nebenher" absolviert sie derzeit eine Ausbildung zur Heilpraktikerin. "Die Realschule war für mich die goldene Mitte", verdeutlicht sie. Im Gedächtnis geblieben seien ihr die Worte ihres Geschichtslehrers, dass man auch mit Realschul-Abschluss ein erfolgreiches, glückliches Leben führen könne. "Viele Besucher kommen wegen unserer schönen Natur zu uns. Wir wissen das manchmal nicht so zu schätzen", appellierte sie an die anwesenden Schüler, der Heimat treu zu bleiben.

Die vielen Zuhörer in der Schulaula waren von Direktor Uwe Schönfeld begrüßt worden. "Die Beispiele sollen zeigen, dass der Realschul-Abschluss etwas Wertvolles ist und viele Möglichkeiten eröffnet", betonte er. Niemand müsse den Landkreis für einen guten Arbeitsplatz verlassen, ergänzte Beratungslehrer Ralf Müller. hs

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