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Siegmund-Loewe-Realschule> Projekte> im Sj. 06-07: Märchenprojekt der Klasse 5c> Die drei goldenen Aufgaben - Autorin Michelle Göppner
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Die drei goldenen Aufgaben - Autorin Michelle Göppner

Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin, die mit ihrem Vater, dem mächtigen König Albrecht auf einem großen Schloss lebte. Sie war gerade alleine zu Hause, denn ihr Papa war für einige Wochen verreist. Nun saß die Königstochter in ihrem Zimmer und las ein Buch. Die Zeit verging und das Mädchen wurde müde. Also legte sie sich in ihr Bett und es dauerte nicht lange, da schlief sie ein.

Um Punkt Mitternacht wurde ein Fenster geöffnet und ein kleiner, schmutziger Kobold flog herein. Die Prinzessin wachte natürlich sofort auf. Müde rieb sie sich die Augen, doch als sie das unheimliche Geschöpf sah, wurde ihr angst und bange. "Wer bist du und was willst du von mir?", fragte die Königstochter. Das hässliche Wesen antwortete: „Seitdem ich ein Bild von dir gesehen habe, ist es mein größter Wunsch, dich zu heiraten. Nun, deshalb wollte ich dich fragen, ob du meine Gemahlin werden willst. Also, möchtest du?" Die Prinzessin begann zu lachen und sprach:
Du glaubst doch nicht ernsthaft, ich, die Prinzessin Viktoria, möchte so ein grässliches Wesen wie dich zu meinem Mann haben? Ha, da hast du dir aber was Schönes ausgedacht." Der kleine Kobold wurde wütend und schrie: "Du meine Liebe, wirst meine Frau, ob du willst oder nicht." Die Königstochter begann erneut zu reden: " Niemals, ich will einen Prinzen zum Gemahl und keinen Kobold!" „ Wenn du nicht meine Frau werden willst, dann verwandle ich dich in einen schleimigen Frosch.", sprach das Geschöpf, "oder nein, so hart möchte ich nicht sein, besser, du erfüllst mir einige Aufgaben." „Nein", zischte das Mädchen, „Bitte nicht." Krantelbart überlegte: „Hm...., Du musst das gefährliche, schwarze Einhorn einfangen und als zweite Aufgabe musst du es schaffen, auf dem Einhorn zu reiten. Und die letzte und schwerste Aufgabe lautet: Du musst so tapfer sein und dem Tier sein Horn abbrechen. Die Königstochter hörte auf zu weinen. Doch da begann das kleine, hässliche Geschöpf zu singen: „ Wie du bist, ob groß ob klein, es dauert nicht lang, da wirst du meine Braut sein." Und schwubs war Krantelbart wieder verschwunden. Nun saß die Prinzessin da und überlegte, was sie als Erstes machen sollte. „Was soll ich jetzt nur tun?", fragte sie sich voller Verzweiflung. Doch da kam ihr die Idee: Zuerst muss ich herausfinden, wo das Pferd immer grast. Vielleicht habe ich Glück und ich finde es gleich." Also rannte das Mädchen mit einem Seil in den dunklen Wald hinaus. Und tatsächlich, es dauerte nicht lange, da hörte sie ein Geräusch. Die Prinzessin bekam große Angst. Langsam schlich sie zu einem Baum hinüber und schaute sich um. Doch die Königstochter entdeckte nichts, denn das Einhorn sollte ja angeblich pechschwarz sein. Doch plötzlich spürte sie, wie etwas schnell an ihr vorbei galoppierte. Sofort rannte sie hinterher. Das Mädchen nahm das Seil in die Hand und warf es kreuz und quer. Plötzlich spürte sie, dass etwas in ihre Falle getappt war. „Juhu, juhu", schrie die Tochter des Königs, „ich habe das Einhorn!" Sie war überglücklich. Sofort rannte sie mit dem wilden Tier zurück in das Schloss. Dort angekommen sperrte sie das Tier in einen Stall. Das Mädchen war sehr müde geworden und deshalb legte sie sich in ihr Bett. Am Morgen wachte sie auf und schaute gleich auf die Uhr. „Oh, nein", dachte sie sich, „es ist ja schon neun Uhr, ich muss sofort nach dem Einhorn schauen." Schnell zog sie sich um und rannte hinunter in den Stall. Nun hatte sie nicht mehr so große Angst vor dem Tier. Sie führte das Pferd hinaus in den Schlossinnenhof und versuchte auf dem Einhorn zu reiten. Doch es gelang ihr einfach nicht. „Das schaffe ich schon", dachte sie sich, „ich darf nur nicht die Hoffnung aufgaben." „Bitte, bitte mein schönes Einhorn, gehorche mir. Sonst muss ich Krantelbart heiraten", flüsterte sie dem Tier ins Ohr. Jetzt wollte sie es ein letztes Mal versuchen. Die Prinzessin nahm viel Anlauf und schwang sich auf das Einhorn, das ungeduldig auf der Wiese stand. Plötzlich saß sie auf dem Tier. Sie fühlte sich auf dem Pferd als würde sie es schon lange reiten. „Zweite Aufgabe bestanden!" schrie die Königstochter voller Freude. Ruhig stieg sie wieder vom Einhorn ab und führte es wieder in den Wald, denn dort hoffte sie eine Lösung zu finden. Langsam ließ die Prinzessin das Pferd los. Doch nach wenigen Augenblicken wusste sie, dass das ein Fehler von ihr war. Das Einhorn wurde wild und stürmte genau auf sie zu. „Jetzt ist es aus mit mir", dachte das Mädchen. Schnell machte sie einen Schritt nach rechts und ehe sie sich versah, war es schon passiert. Das Einhorn steckte mit seinem Horn in einem Baum fest. Das Tier zog und zog, aber es steckte viel zu tief mit seinem Horn im Baumstamm. Doch plötzlich tat es einen Knacks und das Einhorn war befreit. Aber das schöne, goldschimmernde Horn war abgebrochen und steckte noch immer im Baum. „Gewonnen, gewonnen! Ich werde diesen alten Miesepeter niemals heiraten", frohlockte die Königstochter, „ich habe das Einhorn besiegt." Das Mädchen zog schnell das Horn aus dem Baumstamm und ritt damit auf dem Einhorn nach Hause. Kurz vor Sonnenuntergang kam sie im Schloss an. Dort erwartete sie schon der Kobold und als der das besiegte Einhorn sah, verlor er sofort seine Zauberkräfte. „Damit hättest du nicht gerechnet, was?", fragte die Tochter des Königs. Sie stieg vom Pferd ab und als Krantelbart verschwunden war und führte sie einen Freudentanz vor.

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann tanzt sie noch heute.

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