 Die verzauberte Tasse - Autorin Julia SuffaEs war einmal eine reiche Königin, die war verzweifelt, weil ihr ein Pickel mitten auf der Nase saß. Deswegen wollte sie auch kein Mann haben. Doch eines Tages saß sie im Schloss neben einem Brunnen. Da sprach der Vater zu ihr: „ Heute kommt Prinz Eduard den ich zum Essen eingeladen habe!" Die Königin freute sich und eilte sogleich in ihr Zimmer. Sie zog ihr schönstes Kleid an. Nachdem sie mit dem anziehen fertig war, fuhr auch schon der Prinz mit der goldenen Kutsche zum Schlosstor herein. Die Königin und ihr Vater begrüßten den Prinz. Sie gingen zusammen ins Schloss, setzten sich an den Esstisch, aßen Hähnchen, Salat und viele andere gute Speisen. Nach dem Mahl führte die Königin den Prinzen durch das Schloss. Sie liefen die vielen Stufen vom Turm hinauf. Als sie oben ankamen, bewunderte der Prinz die schöne Aussicht. Dann entdeckte er eine Dornenwand und fragte die Königin: „ Was verbirgt sich hinter dieser Dornenwand?" Da antwortete die Königin: „ Ich weiß selbst nicht und kreuzte dabei hinter ihrem Rücken die Finger." Dabei wusste sie ganz genau, was dahinter verborgen war. Der Vater der Königin warnte sie. Es soll vor vielen Jahren ein böser Kobold dort eingesperrt worden sein. Der Prinz aber war neugierig und rannte so schnell er konnte, die Treppen wieder hinunter, die Königin eilte ihm nach. Sie standen vor der Mauer und die Tür war nicht verriegelt, sogleich trat der Prinz hinein. Er schaute sich um und sah eine Tasse, die plötzlich zu ihm sprach: „ Ich bin die verzauberte Tasse, jeder der von mir trinkt, der wird verzaubert." Als der Prinz die Tasse nehmen wollte, kam plötzlich ein Kobold aus dem Gebüsch, nahm die Tasse weg und hüpfte davon. Der Prinz rannte ihm nach und sah wie er einen Schluck aus der Tasse trank. Der Kobold sprang vor lauter Freude in die Luft. „Holdadipoldakapum, die böse Königin sperrte mich vor vielen Jahren ein und verzauberte mich, so dass ich nicht mehr sprechen konnte!", plapperte er. „ Wenn du die Wahrheit sagst, so will ich zu ihr gehen und sie fragen!", sagte der Prinz.„ Holdadipoldakapum, wenn du vor ihr stehst, dann spreche die magische Zahl 3 aus und sie wird so verstummen wie ich es die ganzen Jahre war. Es soll ihr genau so gehen wie mir und die Königin soll kein Wort mehr sprechen können. Aber es kam anders. Dem Prinzen gefiel die Königin samt ihren Pickel auf der Nase und so sprach er die magische Zahl nicht aus. Stattdessen schaute er ihr tief in ihre glänzend blauen Augen und fragte sie: „ Willst du meine Frau werden?" Überglücklich küsste sie den Prinzen und hauchte ein leises Ja und so bekam sie doch noch einen schönen Mann. Die beiden heirateten und bekamen viele Kinder. So waren alle glücklich. Die verzauberte Tasse wurde in den See geworfen die bis auf dem Grund versank. Bis zum heutigen Tag ist die Tasse nicht mehr erschienen und das ist gut so.
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