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Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2019-20> Entdeckungsreise in die Metall- und Elektro-Industrie
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Entdeckungsreise in die Metall- und Elektro-Industrie

Er ist ein richtiger Hingucker: Seit Montag und noch die ganze Woche steht der große Info-Truck der bayerischen Metall- und Elektroindustrie am Schulzentrum. Anhand anschaulicher Experimentierstationen sollen Jugendliche die „Faszination Technik“ praxisnah erfahren.

Am Stecker-Exponat verbinden Lena, Lara und Alina elektrische Systeme über entsprechende Stecker miteinander. Eine Station weiter steuern und bedienen Naima und Luisa verschiedene Programmierbausteine an drei parallel laufenden Aufzug-Kabinen. Die Schülerinnen der Klasse 8 a der Siegmund-Loewe-Realschule durchlaufen gerade verschiedene Experimentier-Stationen des Info-Trucks der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie, der diese Woche Station am Schulzentrum macht. Lena, Lara und Alina wissen noch nicht genau, wohin es für sie einmal beruflich gehen soll. Gerade an solche noch unentschlossenen jungen Leute richtet sich der Info-Truck.

„Nur die wenigsten Schüler und Schülerinnen wissen auf Anhieb, welchen Beruf sie erlernen möchten“, weiß Mike Bayerl, der zusammen mit Jana Vygodianska die Schulklasse begleitet und berät. So gibt es in Deutschland über 400 anerkannte Ausbildungsberufe und jedes Jahr kommen neue dazu. Den Überblick zu behalten und den richtigen Ausbildungsbereich herauszufinden, sei nicht einfach. Der Info-Truck möchte - als Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft - Jugendliche bei ihrer Suche nach dem für sie richtigen Beruf unterstützen und für die Branche begeistern. „Den perfekten Beruf gibt es nicht; aber einen, der für euch passt - Ein cooler Job, der Geld und Abwechslung bringt, aber auch Zeit für Freizeit und Familie lässt“, meinte Bayerl in Richtung der Schüler/innen. A und O für die Wahl des richtigen Berufes sei es, gut informiert zu sein. Mit der Mittleren Reife könnten die jungen Leute in jedem der 50 Ausbildungsberufe der Branche ihre Ausbildung beginnen. Diese seien natürlich auch für Mädchen geeignet - wie beispielsweise Luisa und Naima, die schon konkrete berufliche Vorstellungen haben. Luisa möchte Astronomie studieren, Naima Mechatronikerin werden - sehr zur Freude von Mike Bayerl: „Frauen sind im technischen Bereich eh besser als Männer. Warum weiß keiner!“

Multimedia-Anwendungen begeistern
Der Info-Truck mit zwei Etagen und insgesamt 80 m² bietet Platz für eine ganze Klasse. Dabei steht der Spaß am „Selber-Erleben“ im Vordergrund. Aufgeteilt in zwei Gruppen durchliefen am Montagmorgen die 28 Achtklässler/innen den Info-Truck, in dem modernste Multimedia-Anwendungen für eine zielgruppengerechte Ansprache sorgen.
M+E-Branchen und Produkte in ihrer ganzen Breite: So empfängt die Bildschirmgalerie jeden Besucher. Weiter geht¿s am 3D-Monitor mit einer Liveschaltung in verschiedene M+E-Unternehmen. Junge Mitarbeiter berichten, was ihnen an ihrem Arbeitsplatz wichtig ist und wie die Ausbildung abläuft. Der Berufe-Scout gibt auf einem riesigen Hochkant-Monitor Infos zu den Berufen der Metall- und Elektro-Industrie. Wer noch nicht weiß, welcher Beruf zu ihm passt, kann dies hier spielerisch herausfinden. Hier sind auch - direkt dazu - passende freie Ausbildungsplätze in der Region ersichtlich.
Berufsinformation auf zwei Etagen
In der unteren Etage machen anschauliche Experimentierstationen die Faszination Technik greifbar und erlebbar. Die Schüler können selbst eine CNC-Maschine programmieren und damit ein Werkstück fräsen. Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Aufzug gesteuert wird oder mit Elektronik-Bausteinen eine Lampe zum Leuchten bringen möchte, ist hier genau richtig. Begleitet werden alle Exponate durch interaktive Aufgabenstellungen und Hintergrundinfos auf Tablets. In der zweiten Fahrzeugebene ist Platz für tiefer gehenden Berufskundeunterricht. Highlight ist der 1,5 Quadratmeter große Multitouchtable: Hier können bis zu sechs Schüler gleichzeitig Arbeitsplätze und Berufe der M+E-Industrie erkunden und selber an der Produktion eines Autos mitwirken. Im Vordergrund stehen berufstypische und interaktive Aufgabenstellungen.

Initiiert wurde das Angebot durch die Berufsberaterin Tina Langold von der Agentur für Arbeit Kronach. Der Truck wird im Laufe der Woche von nahezu allen Schulen des Schulzentrums besucht, aber auch darüber hinaus - so von der Maximilian-von-Welsch-Realschule. Auf die „mobile Berufsberatung“ aufmerksam wurde Langold bei einer Berufsbildungsmesse in Nürnberg. Sie nahm Kontakt auf und organisierte den Besuch vor Ort. „Das ist wirklich sehr anschaulich gemacht“, freute sie sich über das große Interesse der Schüler/innen, die mit sichtlichem Spaß alle Stationen durchliefen und dabei durchaus Talent an den Tag legten.

Die Initiative der bayerischen Metall- und Elektroindustrie gibt es seit fast 30 Jahren. Die neuen multimedialen M+E-InfoTrucks - zehn an der Zahl - sind seit vier Jahren kostenfrei an Schulen und öffentlichen Einrichtungen unterwegs. Das didaktische Konzept umfasst in der Regel 90-minütige Unterrichtseinheiten pro Klasse. Zielgruppe sind die 7. bis 10. Klasse an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie an Gymnasien. Die Schüler werden abhängig von ihrem Lernlevel und Alter in drei Entwicklungsstufen eingeteilt und individuell beraten.

Bilder:
•    Am Stecker-Exponat verbinden (von links) Lena, Lara und Alina elektrische Systeme über entsprechende Stecker miteinander. Eine Station weiter steuern Naima und Luisa verschiedene Programmierbausteine von drei parallel laufenden Aufzug-Kabinen.
•    An einem Pneumatik-Modell kann man mithilfe eines Druckluftarms per Einzelschrittsteuerung ein Werkstück auf ein Fließband umsetzen.
•    Eine animierte 3D-Softwareanwendung auf einem 65 Zoll großen Multitouchtable lädt zur Erkundungsreise durch ein virtuelles M+E-Unternehmen ein.
•    Am Elektro-Arbeitsplatz versuchen (von links) Luisa und Naima ein Deckenlicht unabhängig von zwei Stellen ein- und auszuschalten.

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