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Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2018-19> Konzert mit Fristlos
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Bunt soll die Welt sein

Vier Schulen und eine Band senden am Samstag eine klare Botschaft aus dem Schützenhaus: In einer modernen und freien Welt darf Rassismus keine Chance haben.

So vielfältig und bunt wie das Schulleben an der Siegmund-Loewe-Realschule, dem Frankenwald-Gymnasium (FWG), der Kronacher Mittelschule und der Petra-Döring-Schule war auch das musikalische Programm, das verschiedene Ensembles, Solisten und Bands den zahlreichen Besuchern am Samstag boten. Viele Mitglieder der Schulfamilien, in der Flüchtlingsarbeit Engagierte und weitere Musikfreunde wollten beim musikalischen Ausrufezeichen gegen Rassismus dabei sein. Nach dem Programm der vier Schulen sorgte die Band "Fristlos" - Schulpate der RS II bei ihrem Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" - bis in die Nacht hinein für ausgelassene Stimmung.

Kurzweilig, unterhaltsam, abwechslungsreich - und das alles mit der eindeutigen Botschaft: Nein zu Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art und ja zu Demokratie, Meinungs- und Religionsfreiheit, Menschen- und Nächstenliebe. Als nach dreieinhalb Stunden toller Gesangs- und Instrumentalbeiträge "Fristlos" mit den Mitwirkenden der vier Schulen gemeinsam das Lied "Chöre" anstimmte, gab es im Kronacher Schützenhaus endgültig kein Halten mehr. Auf und vor der Bühne wurde gesungen, geklatscht und getanzt.

Bereits vor einem Jahr hatte die RS II mit ihrem Paten ein gemeinsames Konzert damals in der Zecher-Halle in Neukenroth gegeben. Den Verantwortlichen war es wichtig, das Projekt auf das Schulzentrum zu erweitern, da das Thema alle angeht. In einem Arbeitskreis - bestehend aus Lehrkräften und Schülern der teilnehmenden vier Schulen - wurde ein rund dreieinhalbstündiges Musikprogramm im Zeichen von Toleranz, Offenheit und Respekt auf die Beine gestellt. Die Mitwirkenden präsentierten dabei nahezu die ganze musikalische Bandbreite - mal laut und mal leise, mit fröhlichen, aber auch nachdenklichen Stücken.

Den Auftakt des musikalischen Reigens machten die "Kids vom Ring", die mit ihren Menschenliedern wie "Applaus, Applaus", "New York, Rio, Rosenheim" oder "Astronaut" mal wieder die Herzen aller im Publikum im Sturm eroberten. Für einen der ergreifendsten Momente des Abends sorgen sie mit ihrer "persönlichen" Hymne "Deutschland, deine Kinder". Unter großem Applaus rief der Leiter der Gruppe, Tom Sauer, ins Publikum: "Die derzeit rechts so weit oben sind, die machen wir schon noch klein!"
Für mächtig Sound sorgte die Siegmund-Loewe-Realschule mit einem Bläser-Ensemble sowie tollen Gesangsbeiträgen wie beispielsweise "Mad World", "Ein Hoch auf uns", "Diese Welt ist für alle da" sowie "So wie du bist". Die Schulband der Mittelschule "No names" begeisterte mit Charthits wie "Hollywood Hills", "Sweet Home Alabama", Avicii’s-Hit "Wake me up" sowie einer hinreißenden Version "Back to black" von Celine Hoffmann. Der Abschluss oblag dem Frankenwald-Gymnasium. Nachdem die FWG-Schulband "Soundwelders" unter anderem mit dem Kracher "Zombie" abgerockt hatte, brannte schließlich noch die Rock’n Roll-Gruppe des Gymnasiums mit viel Schwung und guter Laune eine mitreißendes Swinging-Feuerwerk ab.

"Alle Menschen haben die gleiche Würde und jeder Mensch ist gleich viel wert!" - Zwischen den musikalischen Darbietungen stellten die Schülersprecher beziehungsweise SMV-Mitglieder Projekte und Initiativen ihrer Schulen gegen Rassismus vor. Hierzu zählt insbesondere auch die Ausstellung "Menschen: Flucht - Vertreibung - Heimat", konzipiert von den Schülergruppen "Ranger" und "MutMacher" des FWG. Die Bildtafeln lassen Flüchtlinge zu Wort kommen, möchten vermitteln, Vorurteile korrigieren und zum Nachdenken anregen. Die Ausstellung wurde bislang schon an vielen verschiedenen Orten vorgestellt, sogar im Bayerischen Landtag. Julia Müller von der Petra-Döring-Schule wünsche sich, alle Menschen jeglicher Herkunft mögen gemeinsam friedlich miteinander leben. Wie Integration in der Praxis aussieht, zeigten der Schülersprecher Jan Mäder und seine Mitschüler von der Gottfried-Neukam-Schule, die mittlerweile von Flüchtlingen aus 15 verschiedenen Ländern besucht wird. Nachdem es anfangs noch eine Übergangsklasse gab, sind diese mittlerweile in Regelklassen integriert. 16 von ihnen machen in diesem Schuljahr ihren Quali.

Die Grüße der Stadt übermittelte Kronachs 2. Bürgermeisterin Angela Hofmann. "Kronach sendet ein starkes Signal aus", würdigte sie die vielfältigen Bemühungen an den Schulen und das Engagement der jungen Leute. Auch in Deutschland, wo die Menschen seit 70 Jahren in Frieden und Freiheit leben, sehe man sich nun vielen Herausforderungen und Bedrohungen wie Terror und Gewalt entgegen. Während für jeden Journalisten die Wahrheit Ehrenkodex sei, gelte dies für die sozialen Medien nicht. An die jungen Leute appellierte sie, kritisch zu hinterfragen, was tagtäglich durch diese neuen Medien in Umlauf gebracht werde. "Informiert euch, sprecht mit euren Freunden darüber. Das Wort ist die stärkste Waffe gegen alles, was die Demokratie gefährdet", zeigte sie sich sicher. Sie dankte allen Mitwirkenden und Organisatoren des Abends insbesondere Anja Betz und Franz Mairoser von der RS II.

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