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Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2012-13> Kunst> Kunsttage der 6. Klassen im Struwwelpeter
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19.02.-20.02.2013 Kunstunterricht einmal anders

Sechstklässler malten mit allen Sinnen

Künstler für einen Tag waren die Sechstklässler der Siegmund-Loewe-Realschule, die am Dienstag beziehungsweise Mittwoch den Jugend- und Kulturtreff „Struwwelpeter" zum Künstleratelier machten. An zwei Kunsttagen erlebten sie Kunst in verschiedenen Facetten und mit allen Sinnen.

Jasmin Müller und Danielle Wachter sind gerade sehr beschäftigt. Die beiden Mädchen knien auf dem Fußboden im Struwwelpeter vor ihrem kleinen Kunstwerk. Immer wieder tauchen sie ihre Finger in einen Becher mit flüssiger blauer und roter Farbe und bemalen damit das weiße Papier. „Wir haben die Fingerfarben selbst gemacht. Das war ganz einfach. Man braucht dazu nur Mehl, Wasser und farbige Kreide, die vorher mit einem Mörser zerstampft wird. Man kann auch noch etwas Salz oder zerstampfte Cornflakes dazugeben, dann wird die Farbe sandiger. Oder man mischt sie mit Öl, um sie geschmeidiger zu machen", erklären die Realschülerinnen fachmännisch.

Dass der Haushalt voller Farbe steckt, war den Nachwuchs-Künstlerinnen bisher neu. Beide malen zwar - wie sie verraten - hin und wieder mal, wenn sie gerade Zeit und Lust haben, recht gerne - aber halt mit den üblichen Utensilien, also Stiften oder Farbkasten. Einmal solch außergewöhnliche Mal- und Kunsttechniken ausprobieren zu dürfen, finden sie spannend. Besonderen Spaß mache es ihnen, außerhalb der Schule in einem anderen Umfeld zu malen. „Der Kunsttag ist abwechslungsreich und man lernt viel", so ihr Resümee. Ähnlich sehen dies auch Pascal, Tom, Bastian, Leon und Niklas, die ein Stockwerk tiefer gerade schöne Filzanhänger gestalten. Dafür schnitzen sie zunächst Muster in Korkenzieher. Die Stempel tauchen sie in Farbe und bedrucken damit schließlich Anhänger aus Filz. Die fünf Jungen haben sonst mit Kunst nicht viel am Hut. Pascal meint gar: „Ich bin künstlerisch überhaupt nicht begabt. Und malen kann ich schon gleich gar nicht. Spaß macht mir der Kunsttag aber trotzdem. Es ist einfach einmal etwas Neues, eine andere Art von Kunst und besser als Schule ist es sowieso."

Das Malen mit Fingerfarbe sowie das Bedrucken von Filzanhängern sind aber keineswegs die einzigen Angebote, bei denen die jungen Nachwuchskünstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Im Gegenteil: Im „Struwwel" geht es heute an allen Ecken und Enden rund. An vier Stationen wird gemalt, geschnitzt, gestempelt und verziert, was das Zeug hält - und das bereits im achten Jahr in Folge. Solange gibt es nämlich schon den Kunsttag der Siegmund-Loewe-Realschule. Diese bot in den vergangenen Jahren als eine von insgesamt nur drei Schulen in ganz Oberfranken - neben dem mathematischen, kaufmännischen oder französischen Zweig - auch den künstlerischen Zweig an. Mit dem Kunsttag wollte man den Kindern eine Entscheidungshilfe für die Wahl ihres Schulzweigs ab der siebten Jahrgangsstufe bieten. Im kommenden Schuljahr wird es wahrscheinlich - anstelle des künstlerischen Zweiges - einen Werken-Zweig geben. Den sehr beliebten künstlerischen Vormittag behielt man aber trotzdem bei.

Und auch heuer zeigte dieser, dass Kunst weit mehr als „nur" Zeichnen und Malen ist, sondern Kreativität mit allen Sinnen. Dem pflichten auch Luisa und Leoni bei, die ein Zimmer weiter wunderschöne Aquarellbilder gestalten. „Wir malen bunte Schmetterlinge mit Aquarellstiften. Das sind echte Zauberstifte. Man malt einfach mit Wasser drüber, das Gemalte löst sich dann in Verbindung mit Wasser auf und die Aquarelltechnik entsteht", so die beiden. Luisa verrät, dass sie im kommenden Schuljahr vielleicht den angebotenen Werken-Zweig besuchen wird. „Ich schwanke zwischen Werken und Französisch", verrät sei. Beide finden, dass Kunst eines der schönsten Fächer überhaupt ist.

Die Jungen und Mädchen durchliefen - in Gruppen aufgeteilt - alle Angebote zeitverschoben, wofür verschiedene Lehrkräfte verantwortlich zeichneten. Für das Zeichnen von 3-D-Bildern war dies Anja Betz, während Maria Seubert mit den Kindern die Filzschlüsselanhänger bedruckte. Christiane Beisel leitete den Workshop „Malen mit selbst angerührten Farben". Richtige Kunstwerke entstanden beim „Malen von Aquarellen auf Leinwand" der Fachschaftsvorsitzenden für Kunsterziehung, Arnhild Schlingschröder, die die Kunsttage alljährlich organisiert. „Jedes Bild ist super", lobte sie. Natürlich durften die Kinder ihre Arbeiten mit nach Hause nehmen, wo sie bestimmt einen Ehrenplatz finden. Während einer kreativen Pause waren sie zu einer Hausbesichtigung eingeladen. Auch das leckere Frühstück wurde getestet.

hs

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