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Lesenacht der Klassen 5b+d

Am 21.05.2012 fand im Rahmen der Lektüre des Romans „Die Sonne im Gesicht" von Deborah Ellis eine Lesenacht statt.

Dabei lernten die Fünftklässler die Geschichte des elfjährigen Mädchens Parvana kennen, das in Kabul, der Hauptstadt von Afghanistan, lebt. Durch die Regierung der Taliban verändert sich Parvanas Leben stark. So wohnt sie mit ihrer Familie in einem einzigen Zimmer, der Vater wird entführt und ins Gefängnis gebracht. Da Frauen und Mädchen nur in männlicher Begleitung aus dem Haus gehen dürfen und lange Burkas (Kleidungsstück zur Verschleierung) tragen müssen, ist es nun Parvanas Aufgabe, das Geld für die restliche Familie verdienen, indem sie als Junge verkleidet Waren auf dem Markt verkauft oder Briefe übersetzt.

Gespannt lauschten die Schüler der Klassen 5b und 5d mit ihren Klassenleitern Elke Buckreus und Andreas Hlawacek den jeweiligen Vorlesern. Später wurden die Inhalte der Lektüre veranschaulicht, indem man einen Filmausschnitt über Frauen in Kabul ansah. Beeindruckt und zugleich schockiert zeigten sich die Schüler, als sie die Erlebnisse verschiedener Frauen und Mädchen hörten. Beispielsweise erzählt eine vermutlich 14-Jährige im Film, dass sie tagtäglich Plisseefalten in die Burkas bügeln müsse, wobei ihre Fingerkuppen versengt würden, und dass sie nur vier Jahre zur Schule gehen durfte. Außerdem wird über die Problematik beim Tragen einer Burka berichtet: Viele Frauen stolpern häufig, weil diese sehr lang ist und man nur eine Art Stoffgitter als Sichtfenster hat. Da fast alle Burkas gleich sind, weiß man nicht, wer sich darunter befindet - dies ist einer der Gründe, warum kleinere Kinder ihre Mütter verloren haben.

Natürlich darf bei einer Schulhausübernachtung der Geselligkeitsfaktor nicht fehlen, daher aß man gemeinsam Pizza und unterhielt sich über die mitgebrachten Lieblingsbücher. Die meisten Jungen nutzten die freie Zeit für ein Fußballspiel, während den Mädchen das weite Schulgelände zum Verstecken oder Fangen diente. Trotz kleiner Meinungsverschiedenheiten zwischen einzelnen Schülern sorgte die Übernachtung in den Klassenzimmern für allgemeine Heiterkeit. Obwohl schon längst Bettruhe herrschen sollte, hörte man ständig irgendein Kichern aus einem Raum. Schließlich ließen sich die aufgeweckten Kids davon überzeugen, dass sie am nächsten Tag für den Sponsorenlauf fit sein mussten. Mit einem gemütlichen Frühstück wurde die erfolgreiche Lesenacht abgeschlossen.

 

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