Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2015-16> Motivationstrainer Christian Bischoff
 [Standardversion laden]  [Empfehlung versenden]

Motivationstrainer Christian Bischoff an der RS II

Ein roter Eimer voller Selbstvertrauen

Der Motivationstrainer Christian Bischoff war am Dienstag auf Schultour in Kronach. In der Turnhalle des Schulzentrums lauschten die siebten bis zehnten Jahrgangsstufen der beiden Kronacher Realschulen gebannt seinen Ausführungen, wie man eigene Talente aktiviert und zielgerichtet einsetzt. Und auch Mitmachen war angesagt!

Was für schöne Bilder: Die ganze Turnhalle des Schulzentrums ist in Bewegung. Mit „Wann hast du das letzte Mal deinen Freunden in die Augen geschaut und ihnen offen gesagt, wie gern du sie hast und wie dankbar du ihnen bist?" forderte Christian Bischoff die Jugendlichen zu einer sogenannten „Lobrunde" auf. Und tatsächlich: Alle erhoben sich von ihren Plätzen. Die Mädchen drückten und umarmten sich herzlich, während sich ihre Mitschüler eher cool „abklatschten". Auch für die Lehrer gab es viele ausgestreckte Hände und freundliche Worte, worüber sich diese sichtlich freuten. Das hat man schließlich auch nicht alle Tage!

„Die Grundlage im Leben, um etwas erreichen und persönlichen Erfolg erzielen zu können, ist immer die Selbst-Disziplin. Tue jeden Tag etwas dafür, dass du dein Ziel erreichst" - Christian Bischoff war mit 16 Jahren der jüngste Basketball-Bundesligaspieler aller Zeiten und mit 25 Jahren einer der jüngsten Bundesliga-Cheftrainer. Der Zweimetermann kennt Rückschläge wie jeder Sportler und er weiß, dass Sport und Beruf - ja das gesamte Leben - von einem ständigen Auf und Ab geprägt sind. Was so einer sagt, das hat Gewicht - gerade bei den jungen Leuten. Er kennt offenbar den Weg zum Erfolg und er hat es sich zum Beruf beziehungsweise zur Berufung gemacht, auch anderen diesen Weg zu weisen.

Zwei Schulstunden nahm der - wie er von sich selbst sagt - „komische Typ mit dem roten Stirnband", seinem Markenzeichen, die mittleren und höheren Jahrgangsstufen der Realschulen mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Seine Schultour „Mach den positiven Unterschied" - zugleich auch seine Lebensphilosophie und sein Erfolgsgeheimnis - hat sich in den letzten Jahren zur erfolgreichsten und größten externen Schulveranstaltung in Deutschland entwickelt. Er beherrscht die Kunst, Menschen zu inspirieren, ihre Gefühle auszusprechen und zu berühren - und das in einer sehr unterhaltsamen und witzigen Art und Weise. Hunderttausenden Schülern aus allen Altersklassen und Schulzweigen hat der mehrfache Buchautor mit der „Mach-den-positiven-Unterschied"-Pyramide die einfache Strategie in die Hand gegeben, ihr eigenes Leben mit Selbstvertrauen anzupacken und zu meistern. Jeder Mensch habe einen unsichtbaren Eimer voller Selbstvertrauen.

„Wir können unser volles Potenzial ausschöpfen, wenn unsere Eimer überlaufen. Wenn sie leer sind, können wir keine Leistung bringen", meinte der Mental-Coach, als er mit einem roten Eimer und einer Schöpfkelle die Bühne betrat. Mit einer Schöpfkelle könne man den Eimer des anderen leeren oder füllen. Um selbst besser da zu stehen, würden manche den Eimer des anderen leeren, indem er diesen auslache oder klein mache. Dabei erfahre nur der, den den Eimer der anderen mit ehrlichem Lob, Respekt oder Dank fülle, selbst Nähe und Freundschaft. „Wenn wir uns dafür entscheiden, die Eimer der anderen zu füllen, füllen wir damit gleichzeitig unseren eigenen", appellierte er an die Jugendlichen. Selbst wenn man nicht so viele Talente wie andere Menschen besitze, gab er ihnen mit auf den Weg, könne man durch ein diszipliniertes Leben erfolgreicher als diese sein. „Glaube an dich selbst und sage dir: Ich bin gut so wie ich bin" oder „Du brauchst ein Ziel vor Augen. Aber es muss dein eigenes Ziel ein. Du musst es wirklich wollen." - Fast schon spießig klingen diese Lebensregeln und doch: Kein gelangweiltes Gähnen oder Aufstöhnen. Vielmehr lauschten die Jugendlichen seinen Ausführungen mit einer gebannten Aufmerksamkeit. Es ist weniger der Inhalt seines Vortrags als die Art und Weise, wie er diesen hält.

Bischoff ist Entertainer, Wissens-Lehrer und Motivator, aber auch ein authentisches und respektiertes Vorbild. Auch in Kronach schaffte er es sofort, eine emotionale Verbindung zu seinem jungen Publikum aufzubauen, die bis zum Schluss anhielt. Beispielsweise beanspruchte das Konzentrationsspiel „Christian sagt" die Gehirnzellen und Lachmuskeln aller Schüler und Lehrer. Hierbei war das Publikum aufgefordert, alle Bewegungen des Motivationstrainers möglichst schnell zu imitieren, jedoch nur, wenn sie durch einen Befehl mit den Worten „Christian sagt" eingeläutet wurden - und das war gar keineswegs so einfach, wie sich das anhört. Am Ende nahmen die Realschüler für sich vor allem mit, wie wichtig es ist, im Leben Ziele zu haben und diese mit Selbstdisziplin, Konzentration und Selbstvertrauen anzugehen. Sie wie auch die Lehrer zeigten sich beeindruckt von den mitreißenden Worten, wobei ihm viele der Jugendlichen persönlich sehr gutes Feedback gaben und ihn auch herzlich drückten. Am Dienstagabend gab Bischoff dann auch den Eltern der Realschüler Tipps, wie man seinen inneren Schweinehund besiegt.

Begeistert von dem Motivationstraining zeigte sich auch der Leiter der RS II, Uwe Schönfeld, der die Jugendlichen bei den Veranstaltungen am Morgen begrüßt hatte. Auch stellvertretend für die Schulleiterin Christa Bänisch der RS I dankte er den Elternbeiräten beider Schulen für die Unterstützung.

hs

 [Standardversion laden]  [Empfehlung versenden]