 |  | | Mit einem Geschenk bedankte sich Arnhild Schlingschröder bei Sonja Geißler für deren großes Engagement und die tatkräftige Unterstützung. |
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Zur „Geburtstagsfete" am 25. Juni 2010 hatten sich - neben vielen Heimbewohnern - auch zahlreiche Ehrengäste im Speisesaal des Seniorenhauses eingefunden. Der besondere Willkommensgruß von BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes galt verschiedenen Funktionsträgern innerhalb der großen BRK-Familie sowie der Abordnung der Siegmund-Loewe-Schule - unter anderem mit der KIS-Gründerin Kunstlehrerin Arnhild Schlingschröder, Rektor Heinz Zech sowie Elternbeiratsvorsitzenden Sabine Wank. Größte Anerkennung zollte er dem Heimleiter Wiegand Beinke sowie dessen Amtsvorgängern Marcus Haniel, Margit Patzina und Marianne Schmidt. Zusammen mit der Fachschaftsvorsitzenden für Kunsterziehung Arnhild Schlingschröder und der Beschäftigungstherapeutin Sonja Geißler käme ihnen ein Großteil am Gelingen des Gemeinschaftsprojekts zu.
„Ein 25. Jubiläum wird ja in fast in allen Lebensbereichen gefeiert. Auch diese Patenschaft ist ein toller Grund zum Gratulieren", freute sich Rektor Heinz Zech, der die Glückwünsche seiner gesamten Schulfamilie übermittelte. Das erfolgreiche Zusammenwirken stelle für beide Seiten eine große Bereicherung dar. So stärke es Sozialkompetenz, vermittele Werte und verbinde Generationen. Seinen Worten schloss sich Projektleiterin Arnhild Schlingschröder an, die einen detaillierten Rückblick auf die gemeinsamen Aktivitäten der letzten 25 Jahre hielt. Ihren Beginn hätten diese im Rahmen der schulischen Fachrichtung Sozialwesen gefunden. Als 1985 das BRK-Seniorenhaus seine Pforten geöffnet habe, seien mit der damaligen Leiterin Marianne Schmidt erste Kontaktgespräche geführt worden. Zunächst habe sich die Patenschaft auf einwöchige Praktika in der neunten Jahrgangsstufe, freundschaftliche Besuche, regelmäßige wöchentliche Besuchsdienste und Brieffreundschaften beschränkt. Später habe man für die Senioren unterschiedliche Unterhaltungsprogramme initiiert, unter anderem mit dem Chor, den „Bläsern" sowie der Schulspielgruppe der RS II. 1998 hätten sogar Sportgruppen und die Zirkusgruppe im BRK-Haus getanzt, gerollert, jongliert und vorgeturnt. Auch für die Ausgestaltung der dort stattfindenden monatlichen Geburtstagsfeiern beziehungsweise Feste im Jahreskreis habe die RS II verantwortlich gezeichnet. 2000 hätten mehrere Schüler die Hausbewohner für die Tageszeitung interviewt. Außerdem sei KIS (Kunst im Seniorenheim) offiziell in Leben gerufen worden. 2001 habe die RS II sogar - in Anerkennung der Zusammenarbeit - eine ministerielle Ehrung verbunden mit einem Preisgeld erhalten. Auch eine Bücherei habe man im Seniorenhaus eingerichtet. Besonders reiche Früchte habe die Patenschaft 2003 getragen. Damals hätten die Jugendlichen den 95-jährigen Heimratsvorsitzenden Karl Adami für die Schülerzeitung sowie den Jahresbericht der Schule interviewt und ihn später ermutigt, seine Memoiren zu schreiben. Seine handschriftlichen Aufzeichnungen seien von ihnen in den Computer übertragen sowie die illustrierenden Fotos an den passenden Stellen eingefügt worden. Entstanden sei dabei die Adami-Biographie, ein Dokument der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts, die sie ihm als Buchform zu seinem 96. Geburtstag geschenkt hätten. Da es seit der Einführung der sechsstufigen Realschule die Fachrichtung Sozialwesen nicht mehr gebe, seien Besuchsdienste oder unterrichtliche Verbindungen weggefallen. Geblieben aber seien die musikalischen Nachmittage und das - heuer bereits in die zehnte Runde gehende - KIS-Projekt.
Die stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Feierstunde lag in Händen der Bläserklasse 6b - unter Leitung von Axel Stumpf - sowie des Schulchors, für den Elke Buckreus verantwortlich zeichnete.
hs
