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Siegmund-Loewe-Realschule> Projekte> im Sj. 06-07: Märchenprojekt der Klasse 5c> Prinz auf Prinzessinensuche - Autorin Selina Hannweber
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Prinz auf Prinzessinensuche - Autorin Selina Hannweber

Es war einmal, vor sehr langer Zeit ein kleiner Prinz, der in einem wunderschönen, riesigen, alten Schloss im Wald wohnte.
Leider war er dort ganz allein und fühlte sich jeden Tag sehr einsam und verlassen.
Denn er verließ nur sein Schloss, wenn er nachts auf die Jagd musste.
Daraufhin beschloss er sich eine Prinzessin zu suchen. Wunderschön sollte sie sein, tolle Kleider tragen und ihn für ewig glücklich machen.
Doch jeden Abend, wenn er von der Jagd nach Hause gekommen war, saß er wieder allein in seinem einsamen Kämmerlein und schluchzte: „Heute habe ich wieder keine Frau gefunden! Warum nur?"
Eines Tages bekam der Prinz einen Auftrag vom König eines anderen Reiches, er soll einen großen, kräftigen Wolf töten und ihn danach auf den Hof bringen. Als Belohnung würde er 2000 Königliches Geld und eine Prinzessin vom König bekommen. Wenn er den Auftrag nicht erfüllt werden sie ihn töten.
Der Prinz musste nicht lange über diesen Auftrag nachdenken und sagte sofort zu.
Hoffnungsvoll meinte er zu sich: „Ich schaffe das. Ich bin ein guter Jäger. So eine Chance bekomme ich nie wieder. Und für das Geld, das ich bekomme, feiere ich ein großes Fest mit der Prinzessin."
Als es wieder Abend wurde und die Sonne hinter den Bergen untergegangen war, zog der Prinz los.
Er lief und lief und lief, so lange bis er ganz tief im Wald stand und nicht mehr wusste wo er sich befindet. Scheinbar hatte er unter dem Laufen völlig die Zeit vergessen und war einfach irgendwo hin gelaufen.
Es lief ihm kalt den Rücken hinunter.
Er beschloss sich einen warmen, schönen Schlafplatz an einem Baum zu suchen, damit er die Nacht überlebte.
Als der Prinz endlich den passenden Platz zum Schlafen fand, hörte er ein Rascheln in einem der Gebüsche um ihn herum.
Ängstlich und mit zitternder Stimme rief er: „ Wer....Wer ist da?", und bekam keine Antwort, er fragte noch einmal „Wer ist da? Bitte zeige dich!!!" Vor lauter Angst versteckte sich dieser hinter einem der Bäume.
Plötzlich sprang ein riesiger, hungriger Wolf aus einem Gebüsch neben dem Prinzen.
Dieser schrak auf und schrie: „Hilfe, hiiiiilfe. Wer bist du? Was willst du?"
Doch niemand schien den Prinzen nur ein bisschen gehört zu haben.
Der Wolf fletschte seine Zähne und schlich um den Prinzen herum.
Nachdem er sich wieder einigermaßen von dem Schreck erholt hatte, zog er mutig und selbstbewusst aber auch mit viel Respekt sein Gewehr und hielt es dem Wolf vor den Kopf.
„Du kommst mir genau richtig. Genau so einen wie dich brauche ich!", sagte der Prinz.
„Du wirst mich aber nie bekommen. Das garantiere ich und du wirst auch nie herausfinden wo ich mich immer verstecke. Das kann niemand."
„Das werden wir schon sehn!", antwortete der Prinz.
Doch ehe der Prinz noch etwas sagen konnte, war der Wolf schon verschwunden.
Tagelang suchte der Jäger den Wolf, doch er fand ihn nicht.
Verzweifelt setzte er sich auf eine Bank und weinte: „Ich bin ein Versager. Ich werde dieses dumme Tier nie mehr finden. Sie werden mich töten!"
Plötzlich kam eine Fee zu ihm geflogen, sie war ganz klein, sodass man sie beinahe nicht erkennen konnte, und hatte eine leise Stimme.
„Hallo, hörst du mich hallo!", sie musste mehrmals rufen, doch der Prinz hörte sie nicht.
„Hallo, kleiner Prinz, ich kann dir helfen!", probierte sie es nochmals.
„Was? Wer bist du denn? Du?.....Du willst mir helfen können? Du bist doch viel zu klein!"
„Nein! Ich weiß wo der Wolf ist. Du musst immer nach Norden gehen etwa zwei Tage. Dann siehst du vor dir viele, viele Grasfelder und keinen Wald mehr. Dort wirst du den Wolf finden."
„Danke, kleine Fee. Danke, du hast mir sehr geholfen!", strahlte der Prinz.
Zwei volle Tage war er auf dem Weg nach Norden und hatte genau den Weg eingehalten, den ihn die Fee beschrieben hatte.
Als er vor den großen Grasfeldern stand sah er den Wolf und dieser musste gleich sterben.
Triumphierend und sehr stolz zeigte er am darauffolgenden Tag den Wolf dem König.
„Danke guter Jäger. Hier ist deine Belohnung.", dankte der König.
Der Prinz bekam wie versprochen 2000 königliches Geld und eine wunder, wunder, wunderschöne Prinzessin.
Als der stolze Prinz sie sah, schwebte er verliebt zu ihr und schwärmte: „Ri, Ra Rutsch fährst du mit meiner goldenen Kutsch?" „Hip, Hip, Hurra, entlich bist du da!", antwortete die Prinzessin, diese war sehr hübsch und trug tolle Kleider. Nun war der Prinz sehr zufrieden und feierte bald Hochzeit mit seiner Prinzessin.
Jetzt musste er endlich nicht mehr alleine in seinem Schloss wohnen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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