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„Tage, die die Welt veränderten“

Präsentationen Die neunten Klassen der Siegmund-Loewe-Realschule luden zu einem umfangreichen Präsentationsabend.Die Schüler hatten hierzu 24 verschiedene Themen vorbereitet, die sie den vielen Besuchern vorstellten.

Nicht enden wollende Trabi-Karawanen auf der A 9, um von Plauen nach Hof zu kommen - Menschenschlangen, die vor dem Landratsamt Kronach wegen Begrüßungsgeld anstehen - DDR-Bürger, die mit ihren Nachbarn im Westen gemeinsam das historische Ereignis feiern: Die Erinnerung an die Grenzöffnung, deren 25. Jahrestag heuer begangen wird, ist voller Emotionen und Eindrücke. Reich an Eindrücken war auch die Präsentation „Der Weg zum Mauerfall am Beispiel Oberfranken" von Johannes Fiedler, Dennis Hader, Christopher Schmidt, Michael Zeitler und Lukas Zipfel, die diesen so bedeutungsvollen Abschnitt deutscher Geschichte - speziell aus oberfränkischer Sicht - beleuchteten.


„Schlüsselkompetenzen schulen"
„Tage, die die Welt veränderten" - seit mehreren Jahren sind Präsentationen zu diesem schier unerschöpflichen Thema im Lehrplan der neunten Jahrgangsstufen fest verankert, erklärte Schulleiter Uwe Schönfeld in seiner Begrüßung. Damit wolle man einen Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung bei der Lösung komplexer und problemorientierter Aufgaben leisten. „Ziel dieses Projektes ist es, Schlüsselkompetenzen im Bereich des eigenverantwortlichen Lernens sowie im Bezug auf die Zusammenarbeit mit anderen zu schulen", so der Schulleiter.


Vorgeschrieben sei auch, dass die Präsentationen vor einem Auditorium erfolgen müssen. In den vergangenen beiden Jahren geschah dies vor den achten Klassen. Heuer seien wieder so viele tolle Sachen dabei herausgekommen, dass man sie der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wolle. Eingeladen waren Eltern und Angehörige sowie politische Vertreter aus dem Einzugsgebiet der Schule. Der Einladung folgten auch einige Bürgermeister und Bürgermeisterinnen - so auch Steinwiesens Rathauschef Gerhard Wunder, auch in seiner Funktion als stellvertretender Landrat. In seinem Grußwort würdigte dieser das Engagement der Schule. Es sei wichtig und richtig, solche wichtige Themen auch nach außen zu tragen. „Das sind tolle Themen. Ich freue mich darauf", lobte er.


Damit hatte er zweifelsohne recht. Seit mehreren Wochen beschäftigten sich die Schüler mit oftmals selbst gewählten Themen. Sie mussten hierbei sowohl die inhaltliche Vorbereitung als auch die geplante Präsentationstechnik eigenständig erarbeiten. Die behandelten Ereignisse und Geschehnisse haben das Leben vieler Menschen verändert - nicht immer zum Positiven, jedoch stets mit nachhaltiger Wirkung. Ohne diese Ereignisse würde unsere Welt heute vermutlich anders aussehen. Das gilt natürlich insbesondere auch für den Mauerfall, mit dem sich Johannes Fiedler, Dennis Hader, Christopher Schmidt, Michael Zeitler und Lukas Zipfel aus der 9 a beschäftigt hatten. „Wir haben das Thema ausgewählt, weil es umfangreich ist und es viele Möglichkeiten zur Präsentation gibt", so die Neuntklässler. Für ihre Recherchen waren sie auch im Kronacher Rathaus.


„Sehr viel Arbeit steckt darin"
Neben der Zeit, die ihnen während des Unterrichts zur Verfügung stand, haben sie sich vier oder fünf Mal privat getroffen. „In unserer Präsentation steckt sehr viel Arbeit", verraten die Jungs und auch, dass ihnen die Erarbeitung viel Spaß gemacht habe und sie viel dabei gelernt hätten. Wichtig war ihnen der regionale Bezug, weil der für sie und sicherlich auch für ihr Publikum besonders spannend sei.


Ihre Begeisterung für das Thema merkte man ihrem Vortrag dann auch deutlich an. Neben einer Power-Point-Präsentation hatten sie auch eine kleine Bilder-Ausstellung gestaltet. Bestandteile der Präsentation waren auch allgemeine Infos und Hintergründe über den Bau der Mauer. Auch Oberfranken war ein Teil dieser innerdeutschen Grenze, die circa 1380 Kilometer lang war. Sie berichteten über spektakuläre Fluchten - beispielsweise durch selbst gebaute Tunnel oder über die Ballonflucht zweier Familien aus dem thüringischen Heinersdorf nach Naila. Auch das Kuriosum Mödlareuth, dessen thüringischer Teil zur DDR sowie bayerischer Teil zur Bundesrepublik gehörte, durfte nicht fehlen. Ihre Präsentation umrahmten sie mit vielen aussagekräftigen Bildern. Eine sehr gute Bewertung ihrer Lehrer - es gibt jeweils eine Note in Geschichte sowie IT - dürfte ihnen sicher sein. So sahen es jedenfalls die aufmerksamen Gäste, die nicht mit Applaus sparten. Dies gilt natürlich auch für alle anderen 23 Präsentationen, die mit erheblichem Zeitaufwand erarbeitet worden waren. Die jeweils rund 20-minütigen Präsentationen fanden in den jeweiligen Klassenzimmern statt. Während der Umbauphase konnten sich die Gäste an einem Imbiss und Getränken stärken, die der Elternbeirat vorbereitet hatte.

Heike Schülein

 

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