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02.03.2012 Schminkkurs der Klasse 7c/3b

„Malen im Gesicht" wird zur Kunst

„Gestalten des Ichs durch Schminken" - Das lernten am Freitag, die Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe der RS II im Profilfach Kunst. Nach dem normalen Unterrichtstag tauschten sie ihre Unterrichtsutensilien mit Mascara, Puder und Co. und trafen sich beim Salon Ursula Schubert zum Schmink-Workshop.

Dass die Schülerinnen des künstlerischen Zweigs der Siegmund-Loewe-Schule eine kreative Ader haben, versteht sich von selbst. Auch an diesem Nachmittag sind sie gewohnt engagiert und voller Tatendrang bei der Sache. Es wird gestaltet, verschönert und ausprobiert. Vermutlich geht es etwas lauter als sonst während des Unterrichts zu, denn die Mädchen unterhalten sich angeregt: Kichern ist zu hören, aber auch lautes Lachen und immer wieder die Sätze: „Das sieht aber toll aus. Das hätte ich nicht gedacht". Ungewöhnlich ist zudem die Tageszeit, denn Freitagnachmittag ist für alle Schüler nach einer anstrengenden Schulwoche eigentlich Erholung - auf neudeutsch „chillen"- angesagt. Auch die „Lokation" ihrer „Überstunden" gleicht so gar nicht dem üblichen Kunstraum, in dem die Siebtklässlerinnen sonst ihrer Schaffenskraft freien Lauf lassen können. Und doch wirkt der Ort des Geschehens, der Friseursalon Schubert am Kreuzberg, heute durchaus wie ein kleines Künstleratelier. Schließlich kommen auch hier die verschiedensten Pinsel und Farben zum Einsatz. Neue Mal- und Kunsttechniken werden getestet, wirkungsvolle Akzente gesetzt.
Mit dem freiwilligen Angebot möchte die Initiatorin Arnhild Schlingschröder, Fachschaftsvorsitzende für Kunsterziehung an der RS II, den Mädchen helfen, sich und ihre Persönlichkeit zu gestalten und zu unterstreichen. Bewusst biete sie den Workshop in der siebten Jahrgangsstufe an - also in einem Alter, in dem das Interesse der Mädchen am Schminken erwache. „Man kann nicht nur auf Leinwand, sondern auch im Gesicht malen. Auch das ist Kunst. Es geht nicht darum, sich zuzukleistern, sondern die eigenen Vorzüge zu betonen. Das ist auch ein Selbstfindungsprozess und trägt zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit bei", zeigt sie sich sicher. Ähnlich sieht es auch die Inhaberin Ursula Schubert, die ihre Schminkutensilien im Salon den Jugendlichen zu einem Unkostenbeitrag zur Verfügung stellte und ihnen - mit ihrer Mitarbeiterin Janina Scherer - wertvolle Schminktipps gab. Dabei zeigte sie unter anderem, wie man sich richtig in Szene setzen und welche Tricks man anwenden kann, um die individuelle Ausdruckskraft der Augen hervor zu heben. „Heutzutage schminken sich junge Mädchen fast immer gleich - meist in schwarz: Ein „Balken" oben und unten. So sehen viele nahezu gleich aus. Dabei kann schon mit etwas Farbe die eigene Augenfarbe zum Leuchten gebracht und die Gesichtsform effektvoll unterstrichen werden", weiß sie. „Weniger ist meist mehr" gab sie den Mädchen, die sonst viel Mut zur Farbe haben, mit auf dem Weg. Schülerinnen, die beim Schminken bislang zurückhaltend waren, zeigte sie, dass man schon mit wenigen Griffen die persönliche Ausstrahlung positiv hervorheben kann. Vor allem aber solle der Kurs den Mädchen Spaß machen. Nachdem die Friseurmeisterin und ihre Mitarbeiterin zunächst selber Hand anlegten und Schritt für Schritt erklärten, wie ein leichtes Makeup aufgetragen wird, durften sich die Mädchen gegenseitig schminken. Ein Nachher-Foto ließ die Unterschiede sichtbar werden. Zudem erhielten alle Mädchen Info-Material mit Schminktipps sowie Kosmetikproben mit nach Hause.
Die zwölf Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren zeigten sich begeistert vom „Kunstunterricht" der etwas anderen Art. Lisa Jacobi aus Neuses hatte zunächst Janina Scherer als Modell gedient. Dabei hatte die 13-Jährige einen goldenen Glitzer-Lidstrich erhalten, der ihre außergewöhnliche Augenfarbe toll und etwas „glamourös" zur Geltung brachte, ohne aber „angemalt" zu wirken. Vollendet wurde ihr dezentes Make-Up von ihrer gleichaltrigen Freundin Jaqueline Chahvayo Zobel, die später wiederum im Gegenzug von Lisa geschminkt wurde. „Als uns unserer Kunstlehrerin, Frau Schlingschröder, vom Angebot erzählte, war ich gleich dabei. Da ich noch ganz wenig Erfahrung im Schminken habe, dachte ich, dass das bestimmt interessant ist. Und das ist es jetzt auch. Man lernt viel dabei, und es macht Spaß", meint Lisa begeistert. Jacqueline pflichtet ihr bei: „Zur Findung des eigenen Ichs ist der Kurs mit Sicherheit nicht schlecht. Außerdem finde ich es gut, dass er außerhalb der Schule ist. Hier in dieser schönen Umgebung macht er noch mehr Spaß", freut sich die Wallenfelserin, die später vielleicht einmal Modedesignerin werden und damit auch einen kreativen Beruf, der mit Schönheit zu tun hat, ergreifen möchte. In der Kunstklasse befinden sich übrigens auch drei Jungs, die aber am Schminkworkshop nicht teilnahmen. Die beiden Mädchen meinen lachend: „Das wohl dann doch nicht so ganz ihr Thema." hs


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