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Sponsorenlauf - Siegmund-Loewe Schule spendet über 3000 Euro

"Hätten wir die heuer erlaufenen Kilometer als große Staffel zurückgelegt, wären wir von Kronach bis nach Gibraltar gekommen", veranschaulichte ein sichtlich stolzer Ralf Müller den jungen Sportskanonen die "Dimension" ihrer in diesem Mai erbrachten tollen Laufleistung von 2061 Kilometern.

Noch beeindruckender sind die Zahlen, die die Benefizveranstaltung seit ihrem Bestehen aufzuweisen hat: Unglaubliche 28 000 Kilometer wurden zurückgelegt. Fast noch unglaublicher ist die "gigantische" Spendensumme von 50 000 Euro, die an hilfsbedürftige Menschen floss.

Die vom Beratungslehrer ins Leben gerufene Benefiz-Aktion erfährt schon bald eine besondere Würdigung. So wird der Sponsorenlauf, wie Schulleiter Uwe Schönfeld verriet, in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis "Soziales Engagement" des Projekts Realschulchampion Oberfranken bedacht. Die feierliche Auszeichnung erfolgt am 28. November in Pegnitz. Bei dem Schulprojekt konnte auch heuer jeder der damaligen Fünft- und Sechstklässler so viel laufen, wie er wollte. Eine Runde - zwischen dem Kilometerweg Rosenhof bis zum Festungspark und retoure - umfasste 3,2 Kilometer. Zeitgleich begab sich eine Wandergruppe auf einen zehn Kilometer langen Weg zur Festung. Es beteiligten sich 147 Läufer und 34 Wanderer. Bereits im Vorfeld hatten sie sich Sponsoren im Verwandten- und Bekanntenkreis gesucht, die eine frei wählbare Summe pro gelaufenen Kilometer spendeten. Die Schüler durften über die Verwendung der Spendengelder, die am Freitag offiziell übergeben wurden, selbst entscheiden. Gleichzeitig wurden die fleißigsten Spendensammler und besten Läufer geehrt.

Müller zeigte einige Bilder vom diesjährigen Sponsorenlauf. Zu sehen waren darauf viele Sportskanonen in Action, die mit hochroten Köpfen in die Kamera strahlten. "Der Sponsorenlauf ist auch immer eine schöne Gaudi und keineswegs nur Quälerei", so der Initiator, der aber nicht verhehlte, dass das viele Laufen schon sehr anstrengend sei. Das Wetter war zwar an beiden Tagen trocken, aber auch recht windig. Zudem gab es viele große Regenpfützen von den Vortagen auf der Laufstrecke.

Einen Sponsorenlauf habe er erstmals vor vielen Jahren in England kennen gelernt. Damals wurde in Manchester ein solcher Lauf für eine Kinderklinik veranstaltet, um eine künstliche Niere zu kaufen. "Man sieht, dass man zusammen viel erreichen kann", war sich Müller sicher. Obwohl das Spenden freiwillig sei, machten Jahr für Jahr viele mit, so dass immer tolle Beträge zusammenkommen.
Begonnen wurde mit dem Sponsorenlauf an der Schule vor zwölf Jahren - zunächst mit den damaligen Fünftklässlern, die dann auch in der sechsten und siebten Klasse laufen wollten. "Das waren aber zwölf Klassen, was ich nicht mehr geschafft habe", räumte er ein. Mittlerweile nehmen daran alljährlich die fünften und sechsten Klassen teil. Da sie das Geld auch verdient haben, entscheiden sie über die Vergabe der Spenden. Mit den bisherigen 50 000 Euro bedachte man bislang Hilfsprojekte in aller Welt, aber auch im Landkreis.

Wie Rektor Uwe Schönfeld betonte, werde an seiner Schule der Solidaritätsgedanken hoch gehalten. Neben dem Sponsorenlauf engagieren sich die Schüler auch beim "Tag der Solidarität", bei dem heuer mehr als 5600 Euro für das neuentstehende Wohnheim der Lebenshilfe zusammenkamen. "Für den Solidaritätsgedanken arbeiten wir an mehreren Fronten", erklärte er. Sein Dank galt allen Läufern und Spendern, dem Hauptorganisator Ralf Müller mit seinen Kollegen und Kolleginnen des Fachbereichs Sport sowie allen Helfern.

Den diesjährigen Laufrekord schaffte Albrecht Guggemos mit hervorragenden 25,6 Kilometern. Der nunmehrige Siebtklässler macht Leichtathletik und fährt viel Fahrrad. Auch beim am Vatertag stattfindenden Lucas-Cranach-Lauf ist er seit einigen Jahren mit dabei. Ihm hat der Sponsorenlauf viel Spaß gemacht, weil man damit anderen Menschen helfen kann. Besonders tief in die Tasche greifen mussten die Angehörigen von Julia Brehm. So erreichte die jetzige Sechstklässlerin mit einer Spendensumme von 384 Euro mit großem Abstand Platz Eins der Spendensammler, gefolgt von Erik Fröhmel mit 154 Euro sowie Luisa Fehn und Albrecht Guggemos mit je 96 Euro.

Der Verwendungszweck der Spendengelder wurde vom Sponsorenlauf-Arbeitskreis vorgestellt. Seit 2009 besteht eine Patenschaft der RS II mit einer Schule in der Bamberger Partnerschaftsdiözese Thies im Senegal. Drei Mädchen wird dort mit einer jährlichen Spendensumme von je 250 Euro der Schulbesuch ermöglicht. Auch heuer wurden hierfür 750 Euro vom Sponsorenlauf gespendet. Symbolisch entgegengenommen wurde das Geld vom Wallenfelser Bürgermeister Jens Korn, der den Schülern ein dickes Lob aussprach. Er kündigte an, im kommenden Jahr mitlaufen zu wollen und pro Kilometer zehn Euro zu spenden. Sein Ziel sind zehn Kilometer. "Ich nehme mir immer vor, zu joggen. Aber mein innerer Schweinehund hindert mich daran. Das ist eine gute Gelegenheit", freute er sich.

1297,76 Euro gehen an Misereor für eine Kinderklinik in Afghanistan. "Mut zu Taten, Tatendrang statt Mitleid" - Dies habe die Schule unter Beweis gestellt, freute sich Karl Kuhbandner von Miseror. Ebenfalls mit einer Spende bedacht wurde die Deutsche Kinderkrebshilfe und zwar mit 962,14 Euro. Wilhelmsthals Zweiter Bürgermeister Gerhard Eidelloth, der den Scheck symbolisch entgegennahm, war so beeindruckt vom Engagement der Schüler, dass er den Betrag spontan auf 1000 Euro aufstockte. 89,50 Euro gingen an dem Verein "Soziale Maßnahmen im Landkreis Kronach", den Rolf Müller vorstellte. Den eher unbekannten Verein - eine Gemeinschaftinitiative von Sozialpartnern - gibt es seit 35 Jahren. Der Verein leistet schnelle, unbürokratische Hilfe für Menschen in Notsituationen, die kein freier Träger oder Ämter so spontan leisten könnte.

Müller bedankte sich vor allem bei dem eigens für den Sponsorenlauf gegründeten Arbeitskreis. Dieser habe sich nicht nur im Vorfeld hilfreich mit eingebracht, sondern auch bei der Durchführung. Dank zollte er zudem allen Sponsoren und Gönnern, insbesondere auch der Firma Omnibus-Buckreus für den kostenlosen Fahrdienst. Für die musikalische Umrahmung sorgte ein Bläserensemble der Schule unter Leitung von Axel Stumpf.

Beste Ergebnisse: (damalige) 5. Klassen: 22,5 Kilometer: Max Braunersreuther, Niklas Schneider , Cedric Schubert, Sandro Wunder, 19,2 Kilometer: Julia Brehm, Sofia Förtsch, Tim Hergenröther, Alexander Holzmann, Justin Moshacke, Lucas Münzel, Marlon Roth, Jonathan Schneider, 16 Kilometer: Paul Baumann, Lukas Mertel, Fabian Wunder, Emma Eidloth, Lina Münzel, Fabian Porzel, Luca Schurig, Celine Simon, Sebastian Weidauer, damalige 6. Klassen: 25,6 Kilometer: Albrecht Guggemos, 19,2 Kilometer: Luisa Kaiser, Jonas Keim, Lea Kotschenreuther, Moritz Porzelt, Steffen Wunder, 16 Kilometer: Luisa Fehn, Lea Moser, Sven Schneider, Niko Vogel, Jonas Wänke

Die fleißigsten Spendensammler: 1. Julia Brehm (384 Euro), 2. Erik Fröhmel (154 Euro), 3. Luisa Fehn, Albrecht Guggemos (je 96 Euro), 4. Nico Sachs (80 Euro), 5. Jonas Münzel (78 Euro), 6. Paul Baumann (56 Euro), 7. Helene Stöhr (50 Euro), 8. Jonas Wänke (40 Euro)

Die Spenden kommen zugute: Schulpatenschaft Senegal: 750 Euro, Kinderklinik Afghanistan (Misereor): 1297,76 Euro, Kinderkrebshilfe: 962,14 Euro, Verein "Soziale Maßnahmen im Landkreis Kronach": 89,50 Euro.

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