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Sponsorenlauf

3.126 Euro für 1.755 Kilometer

Zum 16. Mal veranstaltete die Siegmund-Loewe-Realschule einen Sponsorenlauf bei der Festung Rosenberg. Die Schüler der letztjährigen fünften und sechsten Klassen „erliefen“ und „erwanderten“ exakt 3.125,95 Euro für soziale Zwecke.

„In den vergangenen 16 Jahren wären wir fast einmal um die Welt gelaufen“, veranschaulichte ein sichtlich stolzer Ralf Müller den jungen Sportskanonen die „Dimension“ der seit Bestehen des Sponsorenlaufs erbrachten Laufleistung in Höhe von 35.000 Kilometer. Hätte man diese als große Staffel zurückgelegt, hätte man nahezu einmal die Welt umkreisen können. Getoppt wird diese unglaubliche Zahl nur von der erreichten Spendensumme von insgesamt über 64.000 Euro für kranke, arme, in Not geratene Kinder - hier in unserer Heimat, aber auch an weit entfernten Orten auf der ganzen Welt.

Hochrote Köpfe, lachende Gesichter - Die „Heldentaten“ der am Mai am Sponsorenlauf teilnehmenden damaligen Fünft- und Sechstklässler zeigte Müller in einer schön anzuschauenden Bilderschau. „Einige von euch waren wohl selbst erschrocken, wie weit sie laufen können. Und einige Eltern hätten wohl auch nicht gedacht, dass es für sie so ein teurer Spaß werden würde“, schmunzelte der Organisator. Einen Sponsorenlauf habe er erstmals vor vielen Jahren in England kenngelernt. Damals wurde in Manchester ein solcher Lauf für eine Kinderklinik veranstaltet, um ein benötigtes medizinisches Gerät kaufen zu können. So etwas wollte er auch in Kronach als Schul-Sponsorenlauf aufziehen. „Man sieht, was dabei rauskommt, wenn viele zusammenhelfen“, strahlte der Beratungslehrer. Dabei gehe es nicht keinesfalls nur um „Top“-Leistungen. Im Gegenteil: Wenn sich jemand, der vielleicht nicht so sportlich begabt sei, anstrenge und bis an seine Leistungsgrenze gehe, sei das mindestens genauso hoch anzuerkennen. Obwohl das Spenden freiwillig sei, machten Jahr für Jahr viele mit, wodurch immer tolle Beträge zusammenkämen.

„Ihr habt einen Kilometer nach dem anderen abgespult und seid wie die Maschinen gelaufen“, würdigte Direktor Uwe Schönfeld, der sich ebenfalls an dem Lauf beteiligte; aber - nach eigenem Bekunden - nach einer gewissen Zeit nicht mehr mithalten konnte. Als Schulleiter sei er unglaublich stolz, Schüler mit einem solch großen Herzen für schwächere Mitmenschen an der Schule zu haben. Den Läufern galt dann auch sein größter Dank - ebenso wie insbesondere dem Hauptorganisator Ralf Müller.

Bei dem Schulprojekt konnte auch heuer jeder der damaligen Fünft- und Sechstklässler so viel laufen, wie er wollte. Eine Runde umfasste 2,5 Kilometer. Zeitgleich begab sich eine Wandergruppe auf einen zehn Kilometer langen Weg zur Festung. Für die teilnehmenden 65 Fünftklässler standen am Ende 835 km zu Buche, für die 74 Sechstklässler 920 km. Den diesjährigen Laufrekord schafften die Zwillingsbrüder Enrico und Ernesto Subko mit unglaublichen 25 Kilometern. Die Sportlichkeit liegt bei ihnen wohl in der Familie; war ihnen doch ihre ein Jahr ältere Schwester Emelie Subko mit 20 Kilometern dicht auf den Fersen. Die gleiche Super-Leistung meisterten Fabian Klose, Maximilia Walcher, Jakob Emmert, Luca Feulner und Paul Fehn. 21 Schüler/innen absolvierten 17,5 km, 16 Läufer/innen 15 km. Geehrt wurden auch die tüchtigsten Spendensammler, deren Sponsoren im Verwandten- und Bekanntenkreis teilweise tief in die Tasche greifen mussten. Die höchste Spendensumme pro Läufer betrug 165 Euro.

Dank zollte Müller zudem allen Sponsoren, Gönnern und Unterstützern, dem tüchtigen Schulsanitätsdienst sowie insbesondere dem eigens für den Sponsorenlauf gegründeten Arbeitskreis. Das Helferteam hatte sich nicht nur im Vorfeld hilfreich mit eingebracht, sondern auch bei der Durchführung. So übernahmen die jungen Leute beispielsweise die Betreuung und Info der Klassen; sie kümmerten sich um die Datenverarbeitung und sicherten die Laufstrecke ab.

Da sie das Geld auch verdient haben, entschieden die Läufer/innen selbst über die Vergabe der Spendengelder, die der Arbeitskreis näher vorstellte. Seit 2009 besteht eine Patenschaft der RS II mit einer Schule in der Bamberger Partnerschaftsdiözese Thies im Senegal. Drei Mädchen wird dort mit einer jährlichen Spendensumme von je 250 Euro der Schulbesuch ermöglicht. Auch heuer wurden hierfür 750 Euro vom Sponsorenlauf gespendet. Die weiteren Spenden gingen an „Ärzte ohne Grenzen“ (Kampf gegen Ebola im Kongo), „Kinderlachen“ (Hilfe für kranke/bedürftige Kinder in deutschen Großstädten), eine Kinder-Tagesstätte in Sao Paulo, Brasilien (Hilfe für Kinder in Not), „Save the Children“ als auch „Milah¿s Nest“. Für die musikalische Umrahmung der kleinen Feierstunde sorgte das Bläserensemble unter Leitung von Axel Stumpf. hs

Beste Ergebnisse: 17,5 km: Jannik Spindler, Paul Jungkunz, Ben Pöhlmann, Noah Hannweber, Jonas Spindler, Henry Welsch, Martin Suranovsky, Malina Stegner, Anna Schwarz, Samira Görtler, Max Smettane, Tim Resch, Niklas Kronhardt, Nils Grüdl, Lilly Thauer, Leon Sigmund, Jonas Reif, Luca Murmann, Linus Huth, Jan Haderlein, Nele Buckreus, 20 km: Fabian Klose, Maximilian Walcher, Jakob Emmert, Luca Feulner, Emelie Subko, Paul Fehn, 25 km: Enrico Subko, Ernesto Subko

Spendenempfänger: Schulpatenschaft für Mädchen im Senegal: 750 Euro, Kinderhilfe Brasilien: 302,82 Euro, „Kinderlachen“: 465,87 Euro, „Milah¿s Nest“: 815,28 Euro, „Save the Children“: 256,23 Euro, Kampf gegen Ebola: 535,75 Euro. hs

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