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Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2012-13> Tag der Solidarität
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11.07.2013 Tag der Solidarität, 5.-9. Klassen

Solidarität mit den Flutopfern gezeigt
Zum Schuljahres-Abschluss zeigte die RS II einmal mehr großes soziales Engagement. Sie spendete den Erlös aus einer ungewöhnlichen Idee in Höhe von 6136,10 Euro für die Flutopfer.


Auto waschen, Fahrräder putzen, Ställe ausmisten, Pferde striegeln und sogar Augenbrauen-Zupfen - dem Einfallsreichtum, vor allem aber dem Arbeitseifer waren an der Siegmund-Loewe-Realschule beim „Tag der Solidarität mit den Flutopfern" keine Grenzen gesetzt. Die Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis neun schlossen an einem schulfreien Vormittag eine Arbeitsvereinbarung mit Angehörigen oder Bekannten für die Übernahme ebensolcher Aufgaben. Der dabei erwirtschaftete Geldbetrag kommt der Flutopferhilfe der Caritas zugute. Am letzten Tag vor den Ferien wurde die Spende von Dekan Michael Dotzauer, Vorsitzender des Caritas-Kreisverbandes Kronach, entgegen genommen.

Mit dabei waren auch Selina Götz, Nico Porzelt und Sebastian Habel. Die 13-Jährigen übernahmen ganz unterschiedliche Aufgaben. „Ich habe zu Hause den Meerschweinchen-Stall ausgemistet", verrät Selina aus Kronach. Dafür habe ihr ihr Papa fünf Euro bezahlt. Nico hat das Auto seines Opas sauber gemacht. Dafür habe sein Opa stolze 15 Euro „springen" lassen. Eine schweißtreibende Arbeit hat Sebastian übernommen. Der Knellendorfer hat trotz der hohen Temperaturen Holz für seine Oma gemacht. 20 Euro waren dafür sein verdienter Lohn. Alle drei bezeichnen den Tag der Solidarität als eine gute Idee und eine gute Sache.
Die Idee für einen solchen „Tag der Solidarität" schlummerte schon lange in Uwe Schönfeld. „Als Termin bot sich der 11. Juli an. An diesem Vormittag konnte - wie an der Schule üblich - aus schulorganisatorischen Gründen aufgrund der mündlichen Prüfungen des Abschlussjahrgangs kein Unterricht für die fünften bi s neunten Klassen stattfinden", erklärte der Schulleiter. Seine Idee: Bevor die Schüler einfach die Zeit zu Hause totschlagen, an der Playstation oder vor dem Computer rumhängen, sollten sie sich lieber nützlich machen und dafür einen kleinen Obolus für einen sozialen Zweck erhalten.
Verantwortung übernehmen
„Dann wurde Deutschland von der furchtbaren Hochwasserkatastrophe heimgesucht und mir kam sofort der Gedanke, dass man die Erlöse dafür verwenden sollte", so der Schulleiter weiter und ergänzt: „Unsere Schüler sollen indirekt Verantwortung für das Schicksal der betroffenen Flutopfer übernehmen und zeigen, dass Mitmenschlichkeit und Solidarität bei uns hoch im Kurs stehen und wie wichtig humanitäres Engagement heute ist."
„Die Schüler suchten sich eine Aufgabe im Familien- und Freundeskreis. Den Ideen waren keine Grenzen gesetzt - zwei Stunden Arbeitseinsatz sollten es aber mindestens sein", meinte der Schulleiter. Die dabei erarbeitete Summe wurde mit der unterschriebenen Arbeitsvereinbarung in einem verschlossenen Kuvert an den Klassleiter zurückgegeben.
Der Gesamtbetrag kommt den Flutopfern zugute. „Wir möchten, dass das Geld möglichst direkt bei den Flutopfern ankommt. Deshalb entschieden wir uns für die Caritas, mit der unsere Schule ja schon lange eng zusammenarbeitet", so Schönfeld, der sich sehr über die breite Zustimmung gefreut hat. „Es gab null Gegenwind. Von allen Seiten erhielt ich Rückendeckung. Manche Klassleiter haben sogar das Spendenergebnis ihrer Klasse auf eine gerade Summe aufgerundet", lobt er. Die größte Anerkennung aber gebühre den Schülern, die ihre Freizeit und Arbeitsleistung ohne zu murren in den Dienst der guten Sache gestellt hätten.

 

Artikel im Fränkischen Tag v. Heike Schülein

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