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Siegmund-Loewe-Realschule> Aktivitäten> 2016-17> Tag der Solidarität
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Spendenübergabe aus der Aktion "Tag der Solidarität"

Statt an einem freien Tag die Zeit totzuschlagen, krempelten Kronacher Realschüler bei diversen Jobs die Ärmel hoch. Das verdiente Geld ging nun an die "Humanitäre Hilfe für Menschen in Not".

Sie haben im Seniorenheim geholfen, das Tierheim unterstützt, Waldarbeiten verrichtet, sich in der Autowerkstatt nützlich gemacht, Büroarbeiten erledigt, der Oma im Haushalt zur Seite gestanden und an der Tankstelle gejobbt - Beim nunmehr fünften "Tag der Solidarität" legten sich die Schüler und Schülerinnen der Realschule II so richtig ins Zeu
Die Geehrten wurden mit vom Elternbeirat gesponserten Kino-Gutscheinen bedacht. Elternbeiratsvorsitzende Heike Porzelt freute sich, dass man im ablaufenden Schuljahr insgesamt 4000 Euro für Schulprojekte an der RS II locker machen konnte.
Die Jahrgangsstufen fünf bis neun nutzten den schulfreien Tag, an dem die mündlichen Prüfungen der Zehntklässler stattfanden, für diese fest im Jahreskalender verankerte Hilfsaktion. Anstatt zu "chillen", schlossen sie eine Arbeitsvereinbarung mit Angehörigen oder Bekannten. Der dabei erwirtschaftete Geldbetrag kommt heuer - nach Rücksprache mit dem Elternbeirat und den SMV-Schülersprechern - der "Humanitären Hilfe für Menschen in Not" zugute. Am letzten Tag vor den Ferien wurde die Spende vom Vorsitzenden Tom Sauer entgegengenommen.
Die Idee der Hilfs-Aktion stammt von Schulleiter Uwe Schönfeld. Bevor die Schüler am schulfreien Tag die Zeit zu Hause totschlagen, sollten sie sich lieber nützlich machen und einen kleinen Obolus für einen sozialen Zweck erhalten. "Uns ist es wichtig, mit dem Geld soziale Zwecke vor Ort zu unterstützen", erklärte der Schulleiter. Durch die Aktion wolle man zeigen, dass Mitmenschlichkeit und Solidarität an der Schule hoch im Kurs stehen und wie wichtig humanitäres Engagement heute ist. "Unserer Schule war es schon von jeher wichtig, sich für Schwächere zu engagieren - nicht nur mit Worten, sondern auch Taten", betonte er.
Die Arbeitsvereinbarung musste vom "Arbeitgeber" und dem Schüler ausgefüllt werden - mit Angabe der Tätigkeit und der Spende. Die erarbeitete Summe wurde mit der unterschriebenen Arbeitsvereinbarung in einem Kuvert an den Klassenleiter zurückgegeben. Auf die "Humanitäre Hilfe für Menschen in Not" war man seitens der Schule insbesondere durch einen Zeitungsartikel mit der Überschrift "Das ganz andere Warenhaus" aufmerksam geworden. Zudem war Tom Sauer erst kürzlich von Erzbischof Dr. Ludwig Schick als "Arbeiter für Gerechtigkeit" geehrt worden.
Und "anders" ist das Haus "Lichtzeichen" in der Grüner Straße 1 in Weißenbrunn in der Tat. Im kleinen "Warenhaus" - bis unters Dach voll mit Kleidung, Schuhen, Schul- und Spielsachen sowie Haushaltsartikeln - kann Gebrauchtes für kleines Geld oder auch Neuware mit kleinen Schönheitsfehlern zu einem Bruchteil des eigentlichen Kaufpreises erworben werden. Im "Lichtzeichen" können alle, die es benötigen, aber auch diejenigen, die durch ihren "Kauf" in Form einer Spende helfen wollen, Waren erhalten. Die Einnahmen dieser Spenden dienen der Arbeit der "Humanitären Hilfe für Menschen in Not".
Bei der Spendenübergabe bedankte sich Schönfeld herzlich bei den Schülern, die ihre Freizeit und Arbeitsleistung ohne zu murren in den Dienst der guten Sache gestellt hätten.
Völlig überwältigt angesichts dieser für ihn vollkommen unerwarteten Spendensumme und der tollen Idee zeigte sich Tom Sauer. Der kleine Verein "Humanitäre Hilfe für Menschen in Not" mit seinen ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeitern hilft zum großen Teil Menschen im Landkreis Kronach, aber auch in der Region Kulmbach, Lichtenfels und Coburg. Die "Hilfe zur Selbsthilfe" findet in vielfältiger Form statt. Keineswegs nur finanzieller Art.

Die Abschluss-Veranstaltung nutzte man für die Auszeichnung von Schülern, die sich im ablaufenden Schuljahr in verschiedenen Bereichen besonders hervorgetan hatten. Geehrt wurden von Schönfeld die Klassenbesten der jeweiligen Jahrgangsstufen, in denen viele einen Einser-Notendurchschnitt schafften. Klassen- und Schulbester war Julian Heinisch aus der 6c mit 1,09. Die Sportlehrer Felix Mayerhöfer und Nina Speckert ehrten die Jahrgangsbesten der Bundesjugendspiele sowie - stellvertretend für Bärbel Hössel - auch die Sieger des Känguru-Mathematik-Wettbewerbs. Dabei gab es heuer einen neuen Rekord: Die "Rechenmaschine" aus der 6c, Noah Simon, schaffte mit 85 Punkten den bisher weitesten Känguru-Sprung, der jemals beim Wettbewerb erzielt wurde. Überhaupt hatte sich die Klasse 6c besonders hervorgetan; kam sie doch im zweiten Jahr infolge ohne Mitteilung für einen Schüler aus. So etwas hatte es an der Schule noch nie gegeben. Die Schüler werden dafür noch belohnt. Ebenfalls eine blütenweiße Weste hatte die von Sigrun Mannser geleitete 5a, die dafür im kommenden Schuljahr einen zusätzlichen Wandertag erhält.

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