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Vorlesewettbewerb der 5. Klassen 13.12.16

Jonas Wachter ist neuer „Lesekönig" der RS II
Welche Faszination Lesen ausüben kann, zeigt der seit 1959 jährlich ausgerichtete Vorlese-Wettbewerb für Schüler. Am Dienstag wurde Jonas Wachter aus der 5 c neuer Lesekönig der fünften Jahrgangsstufe der RS II.

Mit seinem schulinternen Sieg an der Siegmund-Loewe-Realschule qualifizierte sich Jonas Wachter für den Regional-Entscheid. Der Bücherwurm setzte sich dabei gegen starke Konkurrenz durch: Lara Nickol (5 b), die auf dem zweiten Platz landete, sowie Franziska Deuerling (5 a) und Niklas Wich (5 d) auf den Folgerängen.

Der Steinberger ging als Dritter ins Rennen und machte schließlich auch das Rennen. Obwohl auch seine Konkurrenz - die jeweiligen Klassen-Sieger/-innen - durchwegs starke Leistungen zeigten und mit ihrer Lesekunst zu überzeugen wussten, setzte sich der Zehnjährige letzten Endes doch durch. Die Jury musste anhand eines Punktesystems Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis bewerten.

In der ersten Runde durften die Teilnehmer nach eigenen Vorlieben ein Buch aussuchen, das sie jeweils in kurzen Worten vorstellten und aus dem sie dann eine prägnante Passage lasen. Jonas entschied sich dabei für ein - im wahrsten Sinne des Wortes - „tierisch gutes" Kapitel aus „Miles and Niles - Hirnzellen im Hinterhalt" von Jory John und Mac Barnett. Wie der Name schon sagt, geht es in dem Buch um Miles und Niles. Wenn es etwas gibt, das Miles Murphy perfekt beherrscht, dann ist es Streiche spielen, Unfug treiben, Leute austricksen. Als Miles gezwungen wird, in das langweilige Kuh-Kaff Yawnee Valley zu ziehen, geht er deshalb davon aus, dass er auch an seiner neuen Schule der beste Trickser sein wird. Es gibt nur ein Problem: Die Schule hat schon einen Trickser - und der ist unglaublich gut!

Anschließend wurde für die Fünftklässler noch eine weitere Hürde aufgelegt. Sie erhielten einen - vom Organisator des Wettbewerbs, Studienrat Thomas Hauptmann ausgesuchten - fremden Text, aus dem sie der Reihe nach vorzulesen hatten - und auch dabei ging es tierisch zu. Die Passage stammte nämlich aus dem Buch „Winston - Im Auftrag der Ölsardine" von Frauke Scheunemann, eine lustige Erzählung über die Menschenwelt aus Katzen-Perspektive. Bei dem Text, in dem die Stubentiger über den Sinn von Weihnachten diskutieren, kam es darauf an, spontan in die Sätze hineinzufinden und - noch ehe man laut las - das verstanden zu haben, was man gleich in die passende Klangfarbe, Stimmung und Geschwindigkeit zu bringen hatte. Keine leichte Aufgabe: Dennoch machten alle ihre Sache toll.

Alle vier lasen sehr flüssig und betont vor, das Leseverständnis und die Lesetechnik waren gut. Und auch die Buchauswahl passte. Dabei wussten auch die drei anderen Teilnehmer, deren Leseleistung eng beieinander lag, durchaus zu überzeugen. Aber ein Tick besser war Jonas Wachter. Entspannt und gelassen, charmant und spitzbübisch las er beide Texte sehr fließend - vor allem aber sehr lebhaft und anschaulich - vor. Er betonte gekonnt, spielte mit seiner Stimme, wurde mal lauter und dann wieder leiser - und das alles so sicher und souverän, dass er schließlich von der Jury zum Lesekönig erkoren wurde.
„Ich habe eigentlich nicht gedacht, dass ich heute gewinne", meinte Jonas, der anscheinend ein Vorlese-Naturtalent ist, bescheiden. Der Steinberger liest zwar gerne, aber nicht regelmäßig. Seine Textstelle und auch das Buch hatte er sich erst einen Tag vor dem Wettbewerb ausgesucht - eine ausgezeichnete Wahl, die ihm Glück brachte. Am Ende gab es für ihn von der Jury stolze, aber verdiente 95 von 100 möglichen Punkten!

Während sich die Jury zur Beratung am Ende der beiden Leserunden zurückzog, lasen die Zweitplatzierten der jeweiligen Klassen Dilar Kolay (5 a), Markus Pensel (5 b), Eva Wagner (5 c) und Hannes Richter (5 d) aus ihren Büchern vor. In der Jury saßen die stellvertretende Elternbeirats-Vorsitzende Sabine Unglaub, Elternbeirätin Ulrike Krieg, Heike Schülein von der lokalen Presse sowie 2. Schülersprecherin Ramona Haderlein. Die Schülersprecherin war es auch, die mit dem Direktor der RS II, Uwe Schönfeld, den Lesekönig „krönte". Für die tolle „Vorlesestunde" wurden alle Teilnehmer mit schönen Buchpreisen bedacht. Der Dank des Schulleiters galt Axel Stumpf, der mit seiner Bläserklasse 5 b die Veranstaltung schwungvoll umrahmte, sowie insbesondere dem Organisator, Studienrat Thomas Hauptmann. Dieser freute sich sehr, dass heuer - nachdem in der Vergangenheit derartige Wettbewerbe des Öfteren überwiegend „Mädchen"-Angelegenheit waren - erstmals überhaupt gleich zwei Jungs ins Rennen gegangen waren. „Ein echter Rekord", strahlte er.

Bericht von Heike Schülein

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