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28.06.2011 Einweihung des Wasserspenders

Spende „Wasser frei auf Knopfdruck" heißt es seit Kurzem an der Siegmund-Loewe-Realschule. Die Fernwasserversorgung Oberfranken spendete der Einrichtung einen Wasserspender. Die Aktion erfolgte auf Initiative des Elternbeirats.

Mit schnellen Schritten läuft Anna Pfalzgraf auf den Wasserspender zu, hält ihre Flasche darunter und drückt den Knopf des Automaten - solange bis diese randvoll ist. Sie nimmt einen großen Schluck aus der Flasche und sagt: „Tut das gut", was aufgrund der derzeitigen Hundstage mehr als verständlich ist. Hinter ihr stehen bereits ihre Klassenkameraden, Tobias Gleichmann und Kevin Renner, an. Auch sie wollen das Angebot einer kostenlosen Versorgung mit frischem Trinkwasser - wahlweise mit oder ohne Kohlensäure - nutzen.

Auch Anna trinkt gerne einmal etwas Anderes als Wasser. Sie meint: „Ich werde das Angebot aber auf alle Fälle nutzen und bestimmt oft zum Wasserzapfen kommen. Wenn man den Spender nämlich sozusagen direkt vor der Nase hat und das Wasser auch noch kostenlos ist, greift man sicherlich fast automatisch darauf zurück." Das bestätigt auch Rektor Heinz Zech: „Unser Wasserspender wird sehr gut angenommen. Angesichts der derzeit herrschenden Temperaturen kam die Spende genau zur richtigen Zeit." Lobende Worte findet er auch für die Fachkraft für Haushalt und Ernährung, Anja Betz, die mit den Schülern der siebten Jahrgangsstufe eine Begleitausstellung mit wissenswerten Infos rund um das Thema Trinken und Wasser geschaffen hatte. Dadurch könne die Schule beides: das Wissen über das richtige Trinkverhalten vermitteln und gleichzeitig aktiv einen Beitrag dazu leisten. Laut dem 1. Vorsitzenden der FWO Oberfranken, Dr. Heinz Köhler, belegten aktuelle Studien, dass besonders Kinder und Jugendliche einen erhöhten Wasserbedarf hätten. „Häufig vergessen jedoch gerade sie, genug zu trinken - vor allem in der Schule. Und wer zu wenig trinkt, ist unkonzentriert und müde", zeigt er sich sicher. Bei körperlicher oder geistiger Anstrengung, wie etwa in der Schule, sollte auch zwischendurch ans Trinken gedacht werden, denn das steigere die Konzentrations- sowie körperliche Leistungsfähigkeit und vermeide Kreislaufprobleme. „Milch und zuckerhaltige Getränke sind als Durstlöscher jedoch eher ungeeignet. Der beste Durstlöscher ist nach wie vor Wasser, das zudem erheblich günstiger und vor allem gesünder ist", weiß er. Das Ziel der Aktion - so Werkleiter Markus Rauh - sei es, das Trinkverhalten von Schülern zu verbessern und die Versorgung mit Trinkwasser in der Schule zu gewährleisten, auch um damit einer altersgemäßen Gewichtsentwicklung bei Kindern beizutragen. „Die FWO unterstützt diesen Ansatz aktiv und bringt frisches Wasser an die Schule. Im Laufe der Zeit haben wir über ein Dutzend Wasserspender bei Schulen zum Einsatz gebracht", berichtet er.

Im Falle der RS II hatte sich Sabine Wank als 2. Elternbeirats-Vorsitzende für einen solchen Spender interessiert und sich nachhaltig dafür eingesetzt. Die FWO übernahm die Gerätekosten und installierte das Gerät vor Ort mit eigenem Personal. Der Gegenwert der Anlage beläuft sich, da es sich dabei um ein sehr hochwertiges Gerät mit neuester Hygienetechnik handelt, auf 4.000 Euro.

Infos gesunde Ernährung - gesundes Trinken

Funktionen: Zur Gewährleistung bestimmter Körperfunktionen ist ein stetiger Wasserumsatz und ein ausreichender Wassergehalt des Körpers erforderlich. Durstgefühl ist wie der Schmerz ein Notsignal. Daher sollten Kinder nicht erst trinken, wenn sie durstig sind. Körperliche Belastungen und Stresssituationen können das Durstgefühl überspielen. Wasserbilanz: Der Mensch gibt über Urin, Stuhl, Schweiß und Atmung durchschnittlich circa 1.800 ml Wasser pro Tag ab. Mindesten in gleichem Umfang sollte er Wasser zu sich nehmen. Mögliche gesundheitliche Schäden bei einem unausgeglichenen Wasserhaushalt sind Nierensteine, Harnwegsinfekte, Verstopfung, Belastungsasthma oder Herzinfarkt. Empfehlungen: Ernährungs- und Sportwissenschaftler empfehlen, dass Kinder von 6 bis 9 Jahren täglich einen Liter, von 10 bis 14 Jahren täglich 1,2 Liter sowie Jugendliche täglich 1,5 Liter trinken sollen. Bei körperlicher Aktivität oder warmer Witterung steigt diese Menge um ein Vielfaches. hs

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