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tosender Applaus für die Darstellerriege

Im Rahmen der „Kronacher Weihnacht" zeigte die Schulspielgruppe der RS II das zauberhafte kleine Theaterstück „Die Streichholzfee und die magische Spielzeugkiste". Alle hatten viel Spaß.

„Was gäbe ich dafür, wenn ich eine echte Freundin hätte, der ich alles anvertrauen könnte!" Anna kommt zwar aus reichem Hause, ist aber sehr einsam. Ihre Mutter ist früh gestorben, ihr Vater Anton - ein erfolgreicher Geschäftsmann - oft auf Reisen. Dafür wacht die steife und engstirnige Gouvernante Marianne mit Argusaugen über das Mädchen und nimmt es unter ihre gestrengen Fittiche. Neugierig ist sie und sie muss ihre Nase überall hineinstecken - und Widerworte duldet sie schon gleich gar nicht: „Nun trödelt doch nicht so, Fräulein Anna", „Aber Ihr habt doch noch nicht die Lektionen für die Schule gemacht, Fräulein Anna" - Immer findet sie etwas an dem liebenswürdigen Mädchen auszusetzen.
Griesgrämige Gouvernante
Um sie aufzuheitern, schenkt ihr die verwitwete Elisabeth, die Spielsachen aus Streichhölzern auf dem Weihnachtsmarkt verkauft, eine Streichholzfee - und das, obwohl sie sehr arm ist und sich und ihre Tochter Emma nur mit Müh und Not über Wasser halten kann. Als sich Anna und Emma begegnen, mögen sich die beiden sofort und sie schließen Freundschaft. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht die griesgrämige Gouvernante, die ständig dazwischenfunkt und die arme Emma nicht im Hause duldet. Doch es kommt noch schlimmer, nämlich als der fiese Karl und seine Bande - „ein Haufen voller Idioten" - Emma erpressen wollen, um in Annas Haus einzubrechen. Hilft Emma ihnen nicht dabei, wollten sie deren Mutter anschwärzen, die ihre Spielsachen ohne städtische Erlaubnis verkauft. „Dann landet ihr endgültig im Armenhaus", droht ihr der Fiesling an - eine echte Zwickmühle!
„Blast zum Angriff!"
Gut, dass die - von der Streichholzfee zum Leben erweckten - Spielsachen in Annas Spielzeugkiste alles mit angehört haben. „Wir können doch nicht einfach in der Kiste sitzen und nichts tun", sind sich der Teddy, die Puppe, der Zinnsoldat, die Lokomotive und der Affe einig. „Zu den Waffen Kameraden, blast zum Angriff! Attacke!", fordert der Zinnsoldat seine Freunde auf. Gemeinsam lehren sie Karl und seiner Möchtegern-Einbrecher-Bande gehörig das Fürchten und schlagen sie in die Flucht. Wie könnte es anders sein, verkennt die Gouvernante die Situation völlig. Sie macht Emma für die ganze Situation verantwortlich und bezichtigt sie gar des Diebstahls. Darüber ist Emmas Mutter so erbost, dass sie auf den mittlerweile von der Geschäftsreise zurückgekehrten - von nichts etwas ahnenden - Anton losgeht. In Rage wirft sie ihm die ganze Palette an Schimpfwörtern nicht nur sprichwörtlich „an den Kopf". Doch dann schauen sie sich in die Augen. „Ich bin Emmas Mutter", „ich bin Annas Vater" - und schon ist es um sie geschehen. Was für ein schönes Happy-End!
Am Ende gab es tosenden Applaus nicht nur für die beiden Liebenden, sondern auch für die gesamte fulminant aufspielende Darstellerriege. Unter Spielleitung von Thomas Hauptmann hatte diese mit ihrer offensichtlichen Spielfreude die Zuschauer förmlich von den Sitzen gerissen. Vier Mal eine gut besuchte Kühnlenzpassage mit einem begeisterten Publikum war der verdiente Lohn für die vielen Proben, die hinter der Inszenierung steckten. Fazit: Tolle Regieleistung, ein pralles Theater mit Herz - und auch eine schöne Botschaft. So waren die Spielsachen, die schließlich die Einbrecher in die Flucht schlugen, nämlich allesamt ein wenig lädiert, verbogen oder verrostet oder wie die Puppe Dolly mit einem Loch im Kleid. Doch sie waren es, die der Geschichte zu einem guten Ausgang verhalfen.
Die Rollen der Kinder und der Spielsachen waren mit Schülern doppelt besetzt, während heuer die Rollen der Erwachsenen erstmals tatsächlich von Erwachsenen gespielt wurden.
Doreen Birnstiel - die Mutter von Lukas, der im Stück den fiesen Karl mimte - überzeugte vollends als gestrenge Gouvernante mit einem durchdringenden Blick. Katrin Engelhard - vielen bekannt vom Kinderabenteuerland - spielte die arme, aber herzensgute Elisabeth, Mutter von Emma.
Und last, but not least trat dann auch noch Hauptmann, dessen temporeiche und pointenreiche Inszenierung voller Wort und Situationskomik herrlich frisch und spritzig rüberkam, am Ende selbst als Annas Vater in Erscheinung. Der Erlös des kleinen „Theatercafés", das Zehntklässler „bewirtschafteten", fließt mit in ihre Abschlussfahrt oder auch in den Mittlere-Reife-Scherz am Ende des Schuljahrs.

Artikel von H. Schülein

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